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DER DISORDER – Der Clubspielberichtkommentar

2. Fußball-Bundesliga 2014/2015, 24. Spieltag
[Freitag, 06.03.2015] 1. FC Nürnberg – 1. FC Heidenheim 0:1 (0:1)

Nur zwei Wochen nach dem Triumph in Düsseldorf ist der 1. FC Nürnberg endgültig auf dem harten Boden der Realität gelandet. Gegen den 1. FC Heidenheim setzte es die erste Heimpleite unter Trainer René Weiler und damit die bittere Erkenntnis, dass es auch in der kommenden Saison nur Zweitliga-Fußball in Nürnberg geben wird. Statt der erhofften und nach dem Düsseldorf-Spiel möglich scheinenden sechs Punkte aus den beiden Heimspielen gegen Karlsruhe und Heidenheim ist es am Ende ein kümmerlicher Punkt, der zu Buche steht. Die Gäste aus Heidenheim indes freuten sich am Freitag über einen Aufbaugegner, der ihnen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, wieder in die Spur verhalf.
Angefangen hatten die Männer von René Weiler zunächst ja durchaus engagiert. Schon in der vierten Minute fehlten einem Schuss von Jakub Sylvestr nur die berühmten Zentimeter, um im Gästetor zu landen. Und überhaupt zogen sich die berühmten Zentimeter durch die gesamte Partie wie ein roter Faden. Denn wenn man den Männern in rot-schwarz eines nicht vorwerfen kann, dann mangelndes Bemühen. Woran es dieser Mannschaft fehlt, ist vielmehr das Können. Immer wieder fehlen halt die berühmten Zentimeter zum Erfolg – und das inzwischen so oft, dass man eben nicht mehr nur von Pech sprechen kann, sondern von Unvermögen reden muss.
Unvermögen war es auch, der den Gästen in der 28. Minuten zur unverhofften Führung verhalf. Patrick Rakovsky jedenfalls machte nach einem Freistoß aus 38 Metern halbrechter Position, den Fehler, den selbst Anfänger im Tor nicht machen sollten: Er lief zunächst einige Meter aus seinem Tor, um dann doch zu zögern. Irgendwo im Nirgendwo zwischen Torlinie und Torschütze hat der Keeper dann keine Chance mehr, das 0:1 durch Robert Vittek … äh, pardon… Mathias Wittek zu verhindern.
Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Der Club rannte an, hatte mehr Ballbesitz, schnürte die Gäste in der eigenen Hälfte ein, hatte auch durchaus die ein oder andere Möglichkeit, doch am Ende blieb das Alles Stückwerk und brotlose Kunst. Heidenheim durfte sich über drei Punkte freuen und beim 1. FC Nürnberg hat man nun zumindest Planungssicherheit für die kommende Saison. Die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit beginnt am kommenden Samstag beim 1. FC Kaiserslautern.