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Fußball-Weltmeisterschaft 2013 reloaded
[Samstag, 07.012.2013] Max-und-Marek-Stadion Berlin

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr war das Max-und-Marek-Stadion am Samstag Austragungsort der FIFA-Playstation-WM. Gesucht wurde der Weltmeister reloaded – und er wurde gefunden! Musste sich Frankreich im Sommer im Finale noch knapp geschlagen geben, reichte es dieses Mal zum Titel! Mathieu Valbuena machte die Equipe Tricolore mit seinem Treffer in der 84. Minute gegen Deutschland im Finale zum Weltmeister 2013 reloaded! Es war vor allem die bessere Chancenauswertung, die in einem spannenden Finale letztlich den Ausschlag für die Grande Nation gab. Deutschland dominierte das Spielgeschehen, hatte am Ende 59% Ballbesitz und hätte bereits in der ersten Halbzeit mehrmals in Führung gehen können. Frankreich benötigte am Ende nur eine einzige Chance im zweiten Durchgang, um den Siegerpokal in die eigene Vitrine stellen zu dürfen.
Dabei hatte die Weltmeisterschaft reloaded für den Vize-Weltmeister des Sommers alles andere als gut begonnen. In einem auf acht Mannschaften reduziertes Starterfeld mit dementsprechender Qualitätsbündelung, kam es in Gruppe B gleich im ersten Spiel zu einer Neuauflage des Finales vom Sommer. Und der amtierende Weltmeister aus Russland machte gegen Ribery & Co. auch gleich klar, dass man gekommen war, um den Titel zu verteidigen. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, dem am Ende allein die Tore zu fehlen schienen. Aleksandr Samedov erzielte jedoch in der Nachspielzeit noch das 1:0 für Russland und verhagelte den Franzosen somit den Turnierstart.
Besser ins Turnier gestartet war da Deutschland, dass im Eröffnungsspiel des Turniers gegen England zwar bereits in der sechsten Minute den 0:1-Rückstand durch Theo Walcott hinnehmen musste, nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Miroslav Klose letztlich den Platz doch noch als Sieger verließ, weil Per Mertesacker in der 87. Minute zum 2:1 traf. Ähnlich spannend ging es im zweiten Gruppenspiel zwischen Spanien und Brasilien zu. Hier konnten die Kicker vom Zuckerhut durch Neymar zunächst die Führung für die sich verbuchen, mussten jedoch in der zweiten Halbzeit einsehen, dass Spanien die reifere Spielanlage hatte und am Ende als verdienter 3:1-Sieger vom Platz ging. Letztlich war das erste Spiel des Turniers für die hochgehandelten Brasilianer noch das beste. Nach einem 0:3 gegen Deutschland und gar einem 0:4 gegen England flogen die früheren Ballzauberer sang- und klanglos aus dem Turnier. Ebenfalls nach der Vorrunde beendet war das Turnier für England, die nach dem 1:2 gegen Deutschland auch gegen Spanien mit 1:3 den Kürzeren zogen – und das auch in diesem Spiel nach früher, eigenen 1:0-Führung. Im Endspiel um den Gruppensieg standen sich in der Todesgruppe A also Deutschland und Spanien gegenüber – und machten es bis zum Ende spannend. Miroslav Klose hatte Deutschland in der 40. Minute zunächst in Führung gebracht, doch Soldado glich noch vor der Halbzeit (44.) zum 1:1 aus. Das glücklichere Ende hatte dann letztlich doch Deutschland, weil Mesut Özil in der Nachspielzeit noch zum 2:1 traf.
In Gruppe B setzte neben der Neuauflage des letzten Finales Argentinien ein erstes Ausrufezeichen. Im Duell gegen Mexiko behielt man die Nerven, nachdem die Mittelamerikaner bereits nach fünf Minuten einen Strafstoß verschossen hatten, und siegte durch einen Treffer von Miguel Higuain in der 25. Minute mit 1:0. Es sollte jedoch der einzige Triumph der Weltmeister von 1978 und 1986 bleiben. Schon im zweiten Gruppenspiel erwies sich Russland als zu stark. Vier Tore von Aleksandr Kerzhakov sorgten für ein deutliches 4:0 und brachte den Russen damit bereits den Einzug ins Halbfinale. Auch Frankreich meldete sich im zweiten Spiel ins Turnier zurück und ließ Mexiko beim 6:0-Sieg nicht den Hauch einer Chance. Die leidgeprüften Fußballer in grün sollten ihre große Stunde jedoch noch bekommen – allein, weil Russland nach zwei souveränen Spielen die Zügel im unwichtigen letzten Gruppenspiel schleifen ließ und Mexiko so am Ende mit einem sagenhaften 9:0 (4:0) vom Platz ging. Einige Herren der russischen Wettmafia dürften sich die Hände gerieben haben. Im entscheidenden Spiel der Gruppe B um den zweiten Halbfinalplatz besiegte Frankreich Argentinien mit 3:0 (2:0).
Durch die hohe Niederlage im letzten Spiel gegen Mexiko hatte Russland die Tabellenführung in Gruppe B noch verspielt und bekam im Halbfinale prompt die Quittung dafür. Gegen Deutschland lag man durch einen Treffer von Bastian Schweinsteiger bereits nach neun Minuten mit 0:1 hinten und fand keinerlei Mittel und Wege mehr, diesen Rückstand noch auszugleichen. Weil Mario Götze in der 90. Minute noch traf, hieß es am Ende 2:0 für Deutschland. Im anderen Halbfinale zeigten die Franzosen dann, dass sie so langsam in Schwung kamen. Das 1:0 durch Samir Nasri in der 15. Minute konnte Spanien durch Soldado in der 27. Minute noch ausgleichen. Doch noch vor der Halbzeit sorgte der spätere Weltmeister reloaded für klare Verhältnisse. Am Ende zog man mit einem 4:1 (3:1) ins Finale ein, wo man dann durch das 1:0 gegen Deutschland für den ganz großen Triumph sorgte.