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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 33. Spieltag
[Samstag, 07.05.2011] 1.FC Nürnberg – TSG Hoffenheim 1:2 (1:1)

Auch zum Ende einer geilen Saison bleibt es dabei: Der Club kann gegen die TSG Hoffenheim nicht gewinnen. Im letzten Heimspiel der Saison gab es gegen die Kraichgauer eine 1:2-Niederlage. Die Qualifikation für die EuropaLeague ist durch die sechste Heimniederlage nun auch rechnerisch nicht mehr möglich.
Die Geschichte des Spiels gegen Hoffenheim ist schnell erzählt. Vor ausverkauftem Haus begann der Club zunächst druckvoll und überlegen, offensichtlich willens, die Minimalchance auf den EuropaLeague-Platz zu wahren. Christian Eigler hatte schon in der zehnten Minute die große Gelegenheit zur Führung. Sein Schuss aus spitzem Winkel landete jedoch an der Querlatte des Gäste-Gehäuses. Besser machte es Philipp Wollscheid sechs Minuten später. Nach einem Freistoß von Mehmet Ekici kam der Innenverteidiger aus etwa zehn Metern Torentfernung zum Schuss. Der leicht abgefälschte Ball landete in der 16. Minute unhaltbar für TSG-Keeper Tom Starke im langen Eck. Es schien also für den Club alles nach Plan zu laufen, doch mit zunehmender Spieldauer schaltete die Mannschaft von Dieter Hecking bei sommerlichen Temperaturen mehr und mehr zurück. Hoffenheim kam besser ins Spiel, ohne jedoch zunächst für Gefahr vor dem Nürnberger Tor sorgen zu können. Ein Distanzschuss von David Alaba in der 32. Minute war die erste Möglichkeit der Gäste, zu zählbarem Erfolg zu kommen. Dementsprechend fiel der Ausgleich praktisch aus dem Nichts. Nach einem Freistoß von Gylfi Sigurdsson aus halblinker Position war Firminho im Sturmzentrum schneller als seine Gegenspieler und köpfte in der 40. Minute zum 1:1 ein.
Nach der Pause plätscherte das Spiel über weite Phase dahin und bot wenig Ansehnliches. Man merkte beiden Mannschaften deutlich an, dass es im Grunde nur noch um die goldene Ananas ging. Und so rückte ein anderes Ereignis in der 63. Minute in den verdienten Mittelpunkt der Partie. Dieter Hecking wechselte in seinem 50. Spiel als Club-Trainer Marek Mintal für Almog Cohen ein. Für Fußballgott Mintal war es das letzte Spiel im Clubtrikot vor heimischer Kulisse. Die 48.548 Zuschauer begrüßten den Slowaken mit Standing Ovations und ließen keinen Zweifel daran, dass das Nürnberger Stadion an diesem Tag den Namen „Marek-Mintal-Stadion“ trug. Mintal dankte es den Fans, in dem er in der 69. Minute fast für die Nürnberger Führung gesorgt hätte. Julian Schieber hatte das Phantom an der Strafraumgrenze freigespielt und in alter Torjägermanier fackelte Mintal nicht lange, zog ab und scheiterte nur knapp an Hoffenheims Spielverderber-Keeper Starke.
In der 86. Minute dann die einzig gefährliche Aktion der Gäste in der zweiten Halbzeit.  Gylfi Sigurdsson bekommt am Strafraum den Ball aus dem Mittelfeld zugespielt und zieht mangels Anspielstation einfach mal ab. Der Ball sitzt, Hoffenheim führt und entführt schließlich drei glückliche Punkte aus Nürnberg. Im weiten Rund war dies den Leuten jedoch schon Sekunden nach dem Abpfiff völlig egal. Wichtiger als der sechste Platz, der durch das Unentschieden des HSV in Leverkusen aufgrund des Torverhältnisses und einem Vorsprung von drei Punkten nun gesichert ist, war die Verabschiedung von Marek Mintal. Ein emotionaler Abschied, der nicht in Worte zu fassen ist.