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Bundesliga 2010/2011, 21. Spieltag
[Samstag, 05.02.2011] 1.FC Nürnberg – Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)

Der Club arbeitet weiterhin erfolgreich am Vorhaben Klassenerhalt. Gegen bisher auswärts ungeschlagene Leverkusener gewann die Mannschaft von Dieter Hecking bereits ihr siebtes Heimspiel der laufenden Saison und belegt mit insgesamt ausgeglichener Bilanz nun Platz neun in der Tabelle.
Die Gastgeber kauften dem Tabellenzweiten der Bundesliga von Anfang an den Schneid ab, schossen dabei in der Anfangsphase jedoch auch durchaus mal über das Ziel heraus und konnten sich nur mit äußerst robuster Spielweise behaupten. Das Mittelfeld im Max-Morlock-Stadion war hart umkämpft und über Teile der ersten Halbzeit erinnerte das Spiel gegen die Bayer-Elf an das Heimspiel gegen den HSV vor Wochenfrist. Es begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Während der Club über den Kampf ins Spiel fand und den sonst so spielstarken Leverkusenern jede Kreativität nahm, stellten auch die Gäste nach hinten die Räume eng und ließen in Richtung Tor von René Adler nur wenig zu.
So entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel mit mäßigem Tempo, in dem beide Teams zunächst darauf aus waren, sich kein Gegentor einzufangen. Torchancen waren dementsprechend auf beiden Seiten Mangelware. Julian Schieber versuchte es in der 23. Minute mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, fand aber in Bayer-Keeper Adler seinen Meister.
Bayer Leverkusen wartete bis etwa zehn Minuten vor dem Seitenwechsel, ehe das Tempo erhöht wurde. Durch das aufdringliche Spiel der rot-schwarzen Gastgeber hatte die Werkself große Mühe und erspielte sich auch durch die Tempoerhöhung kurz vor der Pause keine wirklich klare Torchance.
So ging es letztlich leistungs- und spielgerecht ohne Tore in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel übernahm der Club die Initiative und zeigte den Gästen, dass man durchaus daran interessiert war, die drei Punkte in Nürnberg zu behalten. Wie schon in der ersten Halbzeit war es wieder Julian Schieber, der einen ersten Warnschuss in Richtung Bayer-Gehäuse abgab. Dieses Mal geht der Ball in der 54. Minute jedoch am Leverkusener Tor vorbei. Fünf Minuten später dann die beste Chance des Spiels bis dato. Julian Schieber legt in der 59. Minute durch zu Almog Cohen. Der Israeli kommt aus kurzer Distanz frei zum Schuss und zwingt René Adler zu einer Glanztat.
Dabei hätte sich der Nationalkeeper die Mühe eigentlich auch sparen können, denn nur eine Minute später zappelte das runde Leder dann doch in seinem Tornetz. Gegen den Schuss von Christian Eigler in der 60. Minute aus der zweiten Reihe gab es keine Abwehrmöglichkeit. Durch die Beine von Simon Rolfes geschossen, klatschte der Ball zunächst an den Innenpfosten und von dort ins Tor.
Der Jubel im Max-Morlock-Stadion war dementsprechend groß und man durfte gespannt sein, wie das Gästeteam auf diesen Rückstand nun reagieren würde. Nun, um es kurz zu machen: Die Mannschaft von Jupp Heynckes reagierte kaum merklich. Der Club stand in der Defensive weiterhin sicher und war der Werkself vor allem in Sachen Körperspiel überlegen. Gefährlich wird es für den Club nur bei Standardsituationen von Bayer Leverkusen – so auch in der 77. Minute, als Michael Kadlec einen ruhenden Ball nur knapp am Nürnberger Tor vorbei schlenzt.
Der 1.FC Nürnberg verlegte sich zu dieser Phase des Spiel verständlicherweise ganz auf Konterchancen, spielte die wenigen, sich bietenden Möglichkeiten jedoch nicht konsequenz aus. So blieb es auch bis in die Schlussphase bei dem knappen Vorsprung und das wäre in der 84. Minute fast schief gegangen. Der für Michael Ballack eingewechselte Eren Derdiyok dreht sich im Strafraum der Gastgeber mit dem Ball am Fuß um die eigene Achse, legt zu Simon Rolfes ab und dessen Schuss streicht nur Zentimeter am Kasten von Raphael Schäfer vorbei. Sechs Minuten vor dem Schluss war dies die größte Chance für Bayer 04 – und es sollte auch die letzte bleiben.
Der Club schaukelt das knappe Ergebnis über die Zeit und hat nun 29 Punkte auf dem Konto. Das sind ganze zwei Punkte weniger, als man in der letzten Spielzeit zum Rundenabschluss hatte. In der Rückrundentabelle belegt der Club mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer (unnötigen) Niederlage einen hervorragenden dritten Platz. Am kommenden Samstag müssen die Franken beim Tabellenvorletzten VfB Stuttgart antreten.