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DER DISORDER – Der aktuelle Montagskommentar

Herr Rafati, haben Sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag eigentlich gut geschlafen? Oder haben Sie schlaflos wach gelegen und sich Gedanken darüber gemacht, welche Verantwortung ein Bundesliga-Schiedsrichter trägt? Denn so wenig DER DISORDER anderen Menschen schlaflose Nächte wünscht, so sehr hofft er, dass Sie, Herr Rafati, endlich mal im sich gehen und sich überlegen, wie vielen Menschen auf dieser Erde Sie mit Ihren Leistungen um den verdienten Schlaf bringen. Denn seien wir doch mal ehrlich, Herr Rafati, Sie haben am Samstag mal wieder beeindruckend unter Beweis gestellt, dass Sie der Leitung eines Bundesligaspiels nicht gewachsen sind. Und seien Sie sich sicher, Herr Rafati, kein Mensch würde an diesem Montag noch ein Wort über Ihre Leistung am Samstag verlieren, wenn es das erste Mal gewesen wäre und Sie an allen anderen Wochenenden tadellose Leistungen abliefern würden.
Leider liegt die Betonung im vorletzten Satz auf den Worten „mal wieder“ und gerade als Clubfan muss ich Ihnen sagen, dass es doch schon irgendwie auffällig ist, wenn man nach drei Wochen fußballloser Zeit am Tag vor dem Spiel erfährt, wer die immens wichtige Rückrundenauftaktpartie pfeifen wird und dann plötzlich so ein ungutes Gefühl in der Magengegend bekommt. Ganz genau so ist es dem DISORDER nämlich gegangen, als er am Freitag erfahren hat, dass Sie, Herr Rafati, das Spiel des Clubs gegen Mönchengladbach leiten würden. Nun, alle Hoffnung, dass dieses Mal alles anders werden würde, hat sich am Samstag in Luft aufgelöst. Spätestens als Philipp Wollscheid in der 32. Minute völlig frei stehend mit dem Ball am Fuß vor dem Borussen-Tor stand und plötzlich wie eine Bahnschranke umfiel, weil sein Gegenspieler Martin Stranzl ihn zu Boden gerissen hatte, wusste DER DISORDER: Es ist wie immer. Ihr ausbleibender Pfiff, Herr Rafati, brachte in mir noch Fragen auf, die ich nun jedoch spätestens nach dem aberkannten Tor durch Markus Mendler in der zweiten Halbzeit für mich beantworten kann. Da ich nämlich keinem Menschen etwas böses unterstellen will und mir nach dem Fall des Robert Hoyzer einfach nicht vorstellen will, dass es einen derart dummen Menschen ein zweites Mal auf dieser Welt gibt, allein aus diesen Gründen, Herr Rafati, gibt es für den DISORDER nur eine Antwort auf seine Fragen: Sie sind der Sache einfach nicht gewachsen. Sie haben nicht die Kragenweite, dem Tempo und den Anforderungen eines Bundesligaspiels folgen zu können. Ähnliches dürfte Ihnen dann auch Schiedsrichter-Beobachter Aron Schmidhuber in seiner einstündigen Standpauke nach dem Spiel erzählt haben, weshalb die einleitende Frage nach ihrem Schlaf in der Nacht von Samstag auf Sonntag durchaus ernst gemeint war.
Bundesligaspieler werden nach groben Regelwidrigkeiten gesperrt und da Schiedsrichter vom DFB zwar noch lange nicht so gut wie Fußballprofis, aber immerhin inzwischen recht ordentlich entlohnt werden, drängt sich dem DISORDER die Frage auf: Wann führt der DFB auch endlich Sperren für Schiedsrichter ein, wenn sie sich wenig regelkonform verhalten wie Babak Rafati am Samstag?
Einfach gesagt und damit dies niemand falsch versteht: DER DISORDER hat in seinem langjährigen Fan-Dasein als FCN-Anhänger durchaus gelernt, zu verlieren. Und richtig: Am Ende hat Javier Pinola es selbst auf dem Fuß, noch für einen Hauch von Gerechtigkeit zu sorgen. Doch seien wir ehrlich: Wäre es wirklich gerecht gewesen, am Ende durch ein Konzessionsgeschenk noch zum Ausgleich zu kommen? Ausgleichende Gerechtigkeit könnte man das dann nennen, aber wäre es das dann wirklich gewesen? Wäre es nicht vielmehr so gewesen, dass sich am Ende alle den Mund abgewischt hätten und gesagt hätten: Ist ja noch mal gut gegangen!?
Aber eben genau dies ist nicht! Und vielleicht muss man dann auch eine Niederlage mal mitnehmen, erhobenen Hauptes den Platz verlassen und dadurch eine Diskussion anstoßen, die mit ungleich größerer Vehemenz gestartet wäre, hätte Herr Rafati am Samstag nicht den Club, sondern die BILD-Lieblinge von Bayern München derart verpfiffen.
Denn auch, wenn sich DER DISORDER nun noch immer nicht sicher ist, ob Herr Rafati in der Nacht von Samstag auf Sonntag gut geschlafen hat, eines weiß er ganz genau: Sollte der DFB so ignorant sein und Herrn Rafati auch nur noch ein einziges Mal für ein Clubspiel einteilen, wird es in Erinnerung an die Partie vom letzten Samstag zumindest in der Nacht vor der Partie zu Schlafstörungen kommen… Bei tausenden Clubfans und vielleicht ja auch bei Herrn Rafati. Doch ganz ehrlich, lieber DFB, DER DISORDER will gar nicht wissen, wie Herr Rafati pfeift, wenn er in der Nacht vor dem Spiel schlecht geschlafen hat….