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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 14. Spieltag
[Freitag, 26.11.2010] FSV Mainz 05 – 1.FC Nürnberg 3:0 (1:0)

Zum dritten Mal in Folge steht der 1.FC Nürnberg nach einem Bundesligaspiel ohne Ertrag da und muss sich nach der 0:3-Niederlage beim FSV Mainz 05 in der Tabelle nun endgültig wieder nach unten orientieren. Die Mannschaft von Dieter Hecking wurde jedoch auch in Rheinhessen unter Wert geschlagen.
Nur eine knappe Woche nach der ärgerlichen und unnötigen Heimpleite gegen den 1.FC Kaiserslautern war für den Club auch gegen den zweiten rheinland-pfälzischen Vertreter in der Bundesliga nichts zu holen. Das Spiel am Mainzer Bruchweg hätte jedoch auch durchaus eine andere Wendung nehmen können, hätte Mike Frantz die erste Torchance des Spiels in der 10. Minute nutzen können. Die Gäste aus Franken begannen in Rheinhessen nämlich durchaus couragiert und mit deutlichem Willen, die Niederlage des letzten Spieltags vergessen zu machen. Mainz 05 hatte die letzten drei Heimspiele verloren und begann dementsprechend nervös. Leider belohnte Mike Frantz die Bemühungen seiner Mannschaft in der zehnten Minute nicht. Der Mainzer Niko Bungert beging im eigenen Abwehrberreich einen haarsträubenden Fehler. Julian Schieber konnte den Pass blocken, Mike Frantz springt in den Ball, dringt in den Mainzer Strafraum ein, scheitert jedoch knapp am herauseilenden 05-Keeper Christian Wetklo.
Die Chance des Nürnbergers sollte jedoch für längere Zeit die einzige aufregende Szene des Spiels bleiben. Im Freitagsspiel der Bundesliga trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich in den ersten 30 Minuten auf Augenhöhe begegnet und sich dementsprechend neutralisierten. Der Club stand sicher in der Abwehr und ließ dem Tabellenzweiten wenig Raum für Entfaltung. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware und leider nur zu bezeichnend für den Club war es, dass der Gegner schließlich – wie schon vor Wochenfrist – wieder die erste eigene Torchance zum Führungstreffer nutzte. Das Spielniveau hatte inzwischen einen überschaubares Niveau erreicht und so brauchten die Mainzer eine Standardsituation, um gefährlich vor das Gehäuse von Raphael „Magneto“ Schäfer zu kommen. Der Österreicher Christian Fuchs trat in der 27. Minute eine Ecke von der linken Seite, die Flanke verlängert Malik Fatih auf Höhe des Strafraums ins Nürnberger Abwehrzentrum, wo Andre Schürrle goldrichtig steht und aus wenigen Metern zum 1:0 einschieben kann. Umso bitterer für der den Club: Es sollte der einzige Mainzer Torschuss in der ersten Halbzeit bleiben.
Der Club hingegen vergab in der 38. Minute die mögliche Chance auf den Ausgleich nur knapp. Christian Eigler verfehlte mit seiner technisch-sauberen Direktabnahme nach einer Ecke von Pascal Bieler das Mainzer Gehäuse nur denkbar knapp. Auch kurz nach der Halbzeit war der Club dem Ausgleich näher als die Hausherren dem 2:0. Ilkay Gündogan vergab die ersten Chance nach dem Seitenwechsel in der 48. Minute als sein Schuss nur Zentimeter über das Mainzer Tor strich.
Sechs Minuten später wehrten sich die Mainzer. Wieder leitete Christian Fuchs ein – dieses Mal mit einem Freistoß fast von der Eckfahne. Unglücklich für die Nürnberger: Das Foul, das Schiedsrichter Peter Gagelmann geahndet hatte, war gar keins. Fuchs bringt den Ball flach in den Nürnberger Sechzehner, wo Andre Schürrle mit der Hacke verlängert. Am langen Pfosten steht Nikolce Noveski in der 54. Minute genau richtig und grätscht die Lederkugel zum 2:0 ins Nürnberger Tor.
Mit der Führung im Rücken gewannen die Mainzer nur die Oberhand auf dem schneedurchweichten Rasen. Der FSV stand nun ähnlich tief und gut geordnet wie der Club in der ersten halben Stunde des Spiels und ließ nur noch wenig zu. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking wirkte ratlos, es fehlte der Spieler, der sich traute, mit einer Einzelaktion das Heft in die Hand zu nehmen. Auch die Einwechselungen von Robert Mak, Mehmet Ekici und Marek Mintal brachten keine neuen Impulse. Einzig Jens Hegeler verbuchte in der 74. Minute noch eine Torchance, als er einen Kopfball aus rund elf Metern auf die Latte des Mainzer Tores setzte.
In der 86. Minute traf der Ex-F****** Sami Allagui noch zum 3:0 für die Gastgeber, nachdem ihm Torhüter Christian Wetklo den Ball mit einem Abwurf in den Lauf gespielt hatte und der Stürmer plötzlich allein in Richtung Raphael Schäfer unterwegs war.
Am kommenden Spieltag empfängt der Club am Sonntag den Tabellenführer Borussia Dortmund.