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DFB-Pokal 2010/2011, 2. Hauptrunde
[Mittwoch, 27.10.2010] SV Elversberg – 1.FC Nürnberg 0:3 (0:1)

Ohne sich wirklich mit Ruhm zu bekleckern hat der 1.FC Nürnberg die Pflichtaufgabe gegen Regionalligist SV Elversberg gelöst und ist verdient ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Im Stadion an der Kaiserlinde hieß es am Ende 3:0 für den Bundesligisten.
Der Club musste im Saarland ohne Spielmacher Ilkay Gündogan antreten, der sich aufgrund einer leichten Erkältung vor dem Spiel krank gemeldet hatte und von Trainer Dieter Hecking nur auf die Bank gesetzt wurde. Das Fehlen des Youngsters merkte man dem Spiel des Bundesligisten deutlich an. Obwohl die Franken von Anfang an bemüht waren, das Spiel in den Griff zu bekommen und die Gastgeber unter Druck zu setzen, fehlte vor allem der letzte Zug zum Tor. Der Club kontrollierte Ball und Gegner, doch außer einer ersten Torchance durch einen Fernschuss von Mehmet Ekici in der 15. Minute, sprang für den Pokalsieger von 2007 wenig Zählbares heraus. Ein Glück für die Mannschaft von Dieter Hecking, dass sich die Gastgeber im Angriff als vollkommen harmlos herausstellten und offensichtlich ausschließlich darum bemüht waren, das torlose Remis möglichst lange zu halten.
Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich beim Club Konzentrationsmängel ein. Mitte der ersten Halbzeit kamen oft die einfachsten Pässe nicht an und so musste kurz vor der Pause schließlich eine Standardsituation helfen, um die mitgereisten Clubfans das erste Mal jubeln zu lassen. Nach einer Ecke von Mehmet Ekici von der linken Seite stieg im Sturmzentrum Julian Schieber hoch und da sowohl Elversberg-Keeper Matthias Kuhn als auch der Rest der saarländischen Abwehr tief schliefen, konnte der Stürmer in der 43. Minute zur Nürnberger Führung einköpfen.
Mit dem knappen 1:0 ging es in die Pause und wer im Saarland noch immer auf die Pokal-Sensation hoffte, wurde dieser Hoffnung spätestens in der 50. Minute endgültig beraubt. Javier Pinola war auf der linken Seite in den Elversberger Strafraum eingedrungen und nahm das stehende Bein von Samir Kozarac dankend an. Der ansonsten eher blasse  Schiedsrichter Patrick Ittrich aus Hamburg zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Pinola schnappte sich den Ball und sorgte mit dem 2:0 für klare Verhältnisse.
Der Widerstand der Gastgeber war nun gebrochen und der Klassenunterschied auf dem grünen Rasen deutlich zu erkennen. Der Club verwaltete das Ergebnis und nutzte in der 74. Minute die nächste Unachtsamkeit in der Elversberger Hintermannschaft. Nach einem Eckball und leichter Verwirrung im Strafraum stand schließlich Timmy Simmons genau richtig und erzielte mit einem Kopfball aus zwei Metern seinen ersten Pflichtspieltreffer für den Club.
Elversberg verzeichnete in der letzten Viertelstunde dann zwar noch einen leichten Anstieg in der Ballbesitz-Statistik, doch wirklich gefährlich wurden die Saarländer nicht mehr.
Der Club übersteht damit erstmals seit dem Pokalsieg 2007 die zweite Runde im DFB-Pokal und darf genau wie 15 andere Mannschaften noch von einer Reise nach Berlin träumen. Die Auslosung des Achtelfinales im DFB-Pokal findet am kommenden Sonntag, den 31. Oktober 2010 im Rahmen der ARD-Sportschau statt.