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Über 5.000 Fußballfans aus ganz Deutschland haben am Samstag, den 9. Oktober 2010, in Berlin für den Erhalt der Fankultur im Fußball demonstriert. Unter dem Motto „Kein Kick ohne Fans“ forderten die Anhänger zahlreicher Fußballclubs von der Bundesliga bis zu den Amateurligen das Ende der zunehmenden Repressalien in den Fankurven. Die Kritik richtete sich vor allem gegen willkürliche Stadionverbote, das generelle Verbot von Pyrotechnik in den Blöcken, sowie gegen die durch die Fernsehanstalten diktierten, fanunfreundlichen Anstoßzeiten vor allem in den unteren Ligen. Bei Spielen unter der Woche, die um 17.30 Uhr beginnen, ist ein Support durch Gästefans meist unmöglich.
Die Veranstalter riefen zum Dialog mit allen am Fußball beteiligter Parteien auf und protestierten gegen die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs in all seinen Facetten. Die Einschränkung von Fanutensilien wurde dabei genauso thematisiert wie steigende Eintrittspreise.
Der lautstarke Demonstrationszug startete um 13.00 Uhr am Alexanderplatz, führte dann durch die Torstraße über die Friedrichstraße und Unter den Linden, vorbei am Berliner Dom, wieder zum Alexanderplatz, wo gegen die 17.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand. Aufgerufen zur Demonstration hatten mehrere Fanorganisationen „Pro Fans“, „B.A.F.F.“ (Bündnis aktiver Fußball-Fans) oder „Unserer Kurve“. Die Demonstration soll als Startsignal einer längerfristigen Kampagne verstanden werden, die sich für den Erhalt der Fankultur einsetzt und sich der Verantwortung bewusst ist, dass mehr Freiheit in den Kurven auch ein selbstkritisches Hinterfragen verlangt.