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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 6. Spieltag
[Samstag, 25.09.2010] Eintracht Frankfurt – 1.FC Nürnberg 2:0 (1:0)

 

Drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1.FC Nürnberg am Samstag bei Eintracht Frankfurt mit 0:2 verloren und damit seine erste Auswärtsniederlage der Saison kassiert. Ein wenig mehr Glück bei der Chancenauswertung hätte die Niederlage verhindern können.
In der Commerzbankarena in Frankfurt  trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich auf Augenhöhe begegneten – im Guten wie im Schlechten. Vor allem das Schlechte dominierte auf beiden Seiten in der ersten Halbzeit. Weder beim Club noch bei der Eintracht lief viel zusammen und so fiel der Führungstreffer für die Gastgeber fast aus heiterem Himmel. Einem Eckball in der 16. Minute war eine gute Möglichkeit von Pirmin Schwegler vorausgegangen. Der Frankfurt drang in den Nürnberger Strafraum ein und zog aus etwas zu spitzem Winkel aus kurzer Distanz ab. Raphael Schäfer bekam gerade noch die Fäuste an den Ball und klärte zur Ecke. Diese brachte der Grieche Georgios Tzavellas dann von der rechten Seite genau auf seinen Landsmann Theofanis Gekas, der den Ball unhaltbar ins Nürnberger Toreck köpfte. Juri Judt hatte beim Club zwar auf der Linie gestanden, konnte den wuchtigen Kopfball jedoch auch nicht mehr abwehren.
Die Gäste aus Franken mussten nun also ihre Taktik umstellen und agieren, statt zu reagieren. So richtig gelang dies der Mannschaft von Dieter Hecking in der ersten Halbzeit nicht. Die Gastgeber zogen sich nun ihrerseits mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und schienen vor allem vor der Pause mit der knappen Führung zufrieden. Club und Eintracht neutralisierten sich gegenseitig und boten den 43.100 Zuschauern kein sehr ansehnliches Fußballspiel. Einzig in der 25. Minute hätte es noch einmal klingeln können, und zwar im Gehäuse der Eintracht. Mike Frantz hatte sich auf der linken Seite mustergültig durchgesetzt und den Ball scharf in die Mitte gebracht. Dort war Julian Schieber seinem Gegenspieler um die entscheidenden Meter entwischt, konnte den Ball aus kürzester Entfernung jedoch nicht im Tor unterbringen. So blieb es zur Pause in einem schwachen Spiel beim knappen 1:0 für die Eintracht.
Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Spiel dann auf beiden Seiten deutlich bessern. Vor allem die Mannschaft der Gäste schien nun endlich aus ihrem süßen Träumen vom Sieg gegen Stuttgart erwacht zu sein und setzte in der Offensive erste Ausrufezeichen.  So gab es in der 52. Minute dann auch tatsächlich Torjubel auf fränkischer Seite. Der zur Halbzeit eingewechselte Christian Eigler stand bei seinem Torschuss jedoch knapp im Abseits. Auf der anderen Seite hat Benjamin Köhler in der 56. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß. Der Frankfurter zieht aus 16 Metern ab, doch Raphael Schäfer bekommt die Fingerspitzen noch an die Lederkugel und kann diese an den Pfosten lenken. Wieder nur zwei Minuten später trifft Ilkay Gündogan in der 58. Minute auf der anderen Seite aus kurzer Distanz nur die Querlatte. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch mit Torchancen auf beiden Seiten. Mehmet Ekici zieht in der 59. Minuten einen Fernschuss nur knapp am Frankfurter Gehäuse vorbei.
Eben jener Mehmet Ekici hat in der 72. Minute dann die größte Chance auf Clubseite. Ilkay Gündogan war zunächst entschlossen in Richtung Frankfurter Tor gestürmt und hatte schließlich sogar Eintracht-Keeper Oka Nikolov umspielt. Der Winkel war jedoch zu spitz und so spielte Gündogan den Ball in die Mitte. Dort entstand ein großes Durcheinander aus Angreifern und Abwehrbeinen und schließlich landete der Ball vor den Füßen von Ekici. Die Münchener Leihgabe will es jedoch zu genau machen und zirkelt seinen überlegten Schuss an den Pfosten. Das hätte der Ausgleich sein müssen und so kam es schließlich, wie es kommen musste. Der Club rannte bis zum Schluss dem frühen Führungstreffer der Eintracht hinterher, hatte gute Chancen und zeigte sich im zweiten Durchgang als überlegende Mannschaft, kassierte jedoch kurz vor Schluss noch den zweiten Treffer. Benjamnin Köhler spielte in der 88. Minute den Ball flach in die Mitte des Club-Strafraums. Dort steht Chris mehr oder weniger allein und hat keine Mühe, die Lederkugel zur Entscheidung ins Clubtor zu schieben.
Letztlich also eine eher unglückliche Niederlage in Frankfurt, die mit besserer Chancenauswertung durchaus hätte verhindert werden können. Nach dem 6. Spieltag steht der Club nun auf Platz 14 der Tabelle. Am kommenden Samstag ist der Tabellensiebzehnte Schalke 04 im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg zu Gast.