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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 2. Spieltag
[Samstag, 28.08.2010] 1.FC Nürnberg – SC Freiburg 1:2 (1:1)

Der 1.FC Nürnberg hat im ersten Heimspiel der noch jungen Saison einen optimalen Start in die Spielzeit verpasst und gegen den SC Freiburg mit 1:2 (1:1) verloren. Für die Mannschaft von Dieter Hecking beginnt damit bereits am zweiten Spieltag der Kampf ums Überleben im Fußball-Oberhaus.
Dabei hatte der Club bei bestem Fußballwetter im Max-Morlock-Stadion zunächst überlegen begonnen. Die Franken waren ihrem Gegner in fast allen Belangen überlegen und kamen schon in der Frühphase der Partie zu guten Gelegenheiten. Über 70 Prozent Ballbesitz nach zehn Minuten sprechen eine deutliche Sprache und so war das 1:0 nach 15 Minuten eine fast logische Konsequenz. Nach einem Freistoß von Mehmet Ekici ließ Gästekeeper Simon Pouplin den Ball auf den Kopf von Mitspieler Felix Bastian fallen, von wo die Lederkugel zu Julian Schieber sprang, der aus fünf Metern einköpfte.
Auch nach der Führung beherrschte der Club das Spiel, ließ jedoch den letzten Zug zum Tor vermissen. Gute Möglichkeiten wurden von Albert Bunjaku und erneut Julian Schieber nicht genutzt und so wäre die Bestrafung in der 27. Minute fast auf den Fuß gefolgt. Cedric Makiadi war nach Flanke von Ex-Clubberer Ivica Banovic völlig frei im Nürnberger Strafraum aufgetaucht, konnte seine Direktabnahme jedoch nicht im FCN-Tor unterbringen. Es war die erste Chance für harmlose Freiburger, die fünf Minuten vor der Halbzeit die gütige Mithilfe der Nürnberger Hintermannschaft brauchten, um endgültig ins Spiel zu kommen. Der bereits nach 29 Minuten eingewechselte Stefan Reisinger war Club-Neuzugang Per Nilson enteilt und konnte letztlich von Andreas Wolf nur noch durch ein Foul im Strafraum aufgehalten werden. Ein unnötiges Foul, denn Reisinger zog mit dem Ball vom Nürnberger Tor weg. Den fälligen Elfmeter verwandelte Papiss Cisse in der 40. Minute.
Nach der Pause sah es in den ersten Minuten zunächst so aus, als würde das einseitige Spiel der ersten Halbzeit fortgeführt. Nürnberg war überlegen, kam jedoch zu keinen zwingenden Torchancen. Besser machten es dagegen die Gäste aus dem Breisgau. Schon der zweite Ball auf den Kasten von Raphael Schäfer zappelte im Netz. Nach einer Flanke von Jonathan Jäger stand Cisse in der 53. Minute alleingelassen in der Mitte des Strafraums und konnte unbedrängt einköpfen. Der Sportclub führte aus heiterem Himmel mit 2:1 und zog sich nun endgültig in die eigene Hälfte zurück.
Beim Club bemerkte man nun das Fehlen von Ilkay Gündogan. Angriff um Angriff wurde ideenlos nach vorne getragen. Echte Torchancen für den Club blieben auch in den verbleibenden über 30 Minuten des Spiels Mangelware. Auch die Einwechselungen von Christian Eigler, Marek Mintal und Robert Mak brachten nicht das gewünschte Ergebnis.
Am Ende musste sich der Club den Vorwurf gefallen lassen, ein sicher in der Hand geglaubtes Spiel durch unnötige Fehler in der Hintermannschaft verschenkt zu haben. Vor allem die Harmlosigkeit, mit der man nach dem Rückstand über eine halbe Stunde agierte, schockierte den zahlreichen Anhang auf den Tribünen. Wer es in über einer halben Stunde nicht schafft, sich gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf auch nur eine einzige echte Torchance zu erarbeiten, muss damit rechnen, in der Tabelle ganz schnell nach unten durchgereicht zu werden. Nach der Länderspielpause in der nächsten Woche stehen dem Club an den dann folgenden Wochenenden zwei schwere Auswärtsspiele beim Hamburger SV und in Leverkusen bevor.