Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

DFB-Pokal 2010/2011, 1. Hauptrunde
[Sonntag, 15. August 2010] Eintracht Trier – 1.FC Nürnberg 0:2 (0:1)

Der 1.FC Nürnberg hat in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals Eintracht Trier mit 2:0 (1:0) geschlagen und  damit den ersten Schritt in Richtung Pokalfinale 2011 erfolgreich absolviert. Wenn es jedoch erneut zu einem großen Finale im Olympiastadion kommen soll, ist in den nächsten Runden des Vereinspokals eine enorme Leistungssteigerung notwendig.
Bei strömendem Regen im Moselstadion kam der Club zunächst besser ins Spiel und erarbeitete sich im Mittelfeld eine leichte Überlegenheit, die jedoch nicht in Torchancen ungemünzt werden konnte. Und so fiel der Führungstreffer für die fränkischen Gäste praktisch dem Wetter widersprechend aus heiterem Himmel. Juri Judt hatte im rechten Mittelfeld auf Christian Eigler gepasst. Dieser schlägt den Ball quer über das Feld zu Albert Bunjaku. Der Schweizer nimmt den Ball direkt und hämmert ihn ins kurze, obere Toreck. Nach exakt einer Viertelstunde führte der FCN in Trier mit 1:0.
Der Club versuchte in den nächsten Minuten nachzulegen und mit einem 2:0 alles klar zu machen. Einem Treffer von Marek Mintal in der 30. Minute wurde jedoch von Schiedsrichter Winkmann richtigerweise aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Nach 36 Minuten fasste sich Javier Pinola ein Herz und zog einfach mal aus 35 Metern ab. Der Ball klatschte an die Latte des Trierer Gehäuses. Der zu weit vor dem Tor stehende Eintracht-Keeper Andreas Lengsfeld hätte keine Chance gehabt, an die Bogenlampe heran zu kommen.
In der  41. Minute dann die erste richtig gute Möglichkeit für die Gastgeber. Alban Meha hatte sich im Rücken der Club-Abwehr völlig frei gelaufen und startete nun allein mit dem Ball in Richtung Raphael Schäfer. „Magneto“ machte seinem Spitznamen jedoch alle Ehre und wehrte die Lederkugel ab.
So ging es mit dem knappen Vorsprung für die Nürnberger in die Pause und wer gedacht hatte, dass die Moselaner konditionell nun abbauen würden und dem Club somit fast zwangsläufig Chancen ermöglichen würden, sah sich schnell getäuscht. Die Gastgeber knüpften vielmehr dort an, wo sie in der ersten Halbzeit mit so wenig Abschlussglück aufgehört hatten. In der 49. Minute prüfte erneut Alban Meha Clubkeeper Schäfer. Ilkay Gündogan hatte einen Freistoß aus halbrechter Position so unglücklich abgefälscht, dass er für „Magneto“ fast zum Ausgleichstreffer geworden wäre.
Doch eben jener Ausgleichstreffer schien mit zunehmender Spieldauer immer weniger auf sich warten zu lassen. Während der Club spielerisch immer mehr nachließ, merkte die Mannschaft von Rudolf Thömmes mehr und mehr, dass diese Nürnberger an diesem Sonntag Nachmittag nicht unschlagbar waren. Albert Bunjaku hatte zwar in der 75. Minute noch die durchaus gute Gelegenheit, nach Pass von Pinola zum 2:0 zu erhöhen, vergab die Chance jedoch.
Nur drei Minuten später wäre es dann auf der Clubberer-Seite in der Tat fast geschehen. Thomas Kraus taucht nach 78 Minuten mit dem Ball am Fuß plötzlich völlig frei vor Raphael Schäfer auf. Der FCN-Keeper reagiert jedoch genau richtig und kann den Winkel so verkürzen, dass Kraus den Ball nicht im Nürnberger Tor unterbringt. Es stand also auch nach 80 Minuten noch nur 1:0 für den Club und vor allem das Offensivspiel der Trier ließ die Partie mit jeder gespielten Minute spannender werden.
Kurz vor Schluss dann doch noch die Erleichterung für alle 2.000 mitgereisten Clubfans. Nachdem Eintracht-Keeper Andreas Lengsfeld bei einer Ecke in der 90. Minute mit in die Nürnberger Gefahrenzone gesprintet war, konnte er auf der anderen Seite das 2:0 für den Club durch Mehmet Ekici nicht mehr verhindern. Ein durchaus verdienter, wenn auch nicht überragender Sieg des Bundesligisten im Regionalligastadion an der Mosel. Vor allem in Hinblick auf den zu erwartenden Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga, bedarf es bei den Neuzugängen noch so manchner Feinjustierung und Formsteigerung. Gegen einen stärkeren Gegner wäre ein Auswärtssieg heute zu einem nahezu unmöglichen Unterfangen geworden.