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DER DISORDER – Der aktuelle Montagskommentar

Jetzt mal ganz ehrlich: So langsam fehlen mir die Worte. Es ist doch immer wieder das gleiche Spiel und zum Ende der Saison muss man sich als Clubfan jedes Jahr in der Bundesliga irgendwie wiederholen. Desaströs, mutlos, ohne jeden Kampf oder einfach nur schlecht. Das weinrote Trikot scheint irgendwie auf die Beine zu schlagen – anders ist die Leistung in Hamburg nicht zu erklären. Da mag ein Dieter Hecking die Schuld noch so sehr bei sich selbst suchen und irgendwas davon faseln, dass er es nicht geschafft habe, die Mannschaft richtig zu motivieren….
Und überhaupt: Bitte was? Motivation? Durch den Trainer? Herr Hecking, ich bitte Sie! Zeigen Sie mir bitte den oder die Spieler, die für ein Spiel, bei sie zwei Spieltage vor Saisonabschluss mit dem Rücken zur Wand stehen, noch extra motiviert werden müssen. Zeigen Sie mir diese Spieler und ich jage sie eigenhändig vom Hof.
Denn eigentlich ist DER DISORDER ja durchaus ein Mensch, der noch an das Gute im Fußballer glaubt. Der noch daran glaubt, dass ein Fußballer gerne jedes Spiel gewinnen will und für den Verein, dessen Trikot er tragen darf, bis zum Umfallen alles gibt. Ihre Aussage, Herr Hecking, lässt mich an meinem Glaube erheblich zweifeln. Kann es sein – und die Frage würde ich gerne mal der gesamten Mannschaft stellen – dass da einige Leute in den rot-schwarzen Farben rumlaufen, die schon längst an ihre besser dotierten Verträge der nächsten Saison in Frankfurt, Köln oder Leverkusen denken? Leute, die den Abstieg als willkommene Gelegeheit zum Absprung suchen?
Anders ist eine solche Leistung wie sie die FCN-Kicker am letzten Samstag in Hamburg ablieferten nicht zu erklären. Welche Mannschaft, bitte schön, hatte keine 48 Stunden vorher ein schweres EuroLeague-Halbfinale in London? Tatsächlich? Die in den weißen Trikots? Zu sehen war davon nichts. Im Gegenteil. Die Nürnberger Legionäre trabten über den Platz als seien sie nur zum Auslaufen in die Hansestadt gekommen, als hätten sie mindestens sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.
Ohne eine gewaltige Leistungssteigerung seiner Angestellten am nächsten Samstag gegen den 1.FC Köln, kann sich der FCN seine Ambitionen auf den Klassenerhalt abeschminken – ich denke, da sind wir uns alle einig. Und ganz ehrlich: DER DISORDER will auch die Relegation nicht! Nicht noch zwei Spiele dieser Gurkentruppe. Man male sich das Szenario nur mal aus: Der Club verliert zu Hause gegen harmlose Kölner und muss dann doch noch in die Relegation, weil der VfL Bochum im selben Moment gegen hocheuphorisierte Hannoveraner (übrigens: Danke, Gladbach, für gar nichts!!!) keine Chance hat.
So schön die Relegation im letzten Jahr auch gewesen ist und so sehr man sich auch sagt, dass der Club nun schon so oft der Depp gewesen ist und dass es dieses Mal doch auch ausnahmsweise mal gut gehen kann: DER DISORDER hat darauf gar keinen Bock mehr. Sollen die Söldner in rot-schwarz am Samstag doch machen, was sie wollen. Denn eins weiß ich ganz genau: Ich bin Clubfan und die sind es nicht!!!
Ich werde auch im nächsten Jahr wieder quer durch die Republik tingeln, die rot-schwarzen Fahnen zeigen… während die Herren Millionarios längst wieder für herzlose Gelddruckmaschinen wie Bayern München (nicht wahr, Herr Ottl?) auf Balljagd gehen oder sich die Spiele von der Seitenauslinie angucken. So lange der Kontostand…. ach, was soll’s….
Der Einzige, der mir bei der ganzen Sache wirklich leid tut, ist Michael Oenning. Denn spätestens die letzten Spiele der Rückrunde haben doch gezeigt, dass es keineswegs am Trainer liegt, wenn man Spiele gegen Freiburg, Dortmund und Hamburg verliert. Im Gegenteil: Unter Michael Oenning waren wir in der Vorrunde wenigstens in Wolfsburg noch erfolgreich. Wollen wir hoffen, dass wir in der Rückrunde wenigstens gegen Köln erfolgreich sind. Wollen wir wirklich???