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DER DISORDER – Der aktuelle Montagskommentar

Manchmal möchte DER DISORDER schon gerne wissen, ob die Clubspieler ab und zu auch mal einen Blick auf die Homepage der Berliner Clubfans werfen. Anders ist es nämlich fast schon nicht mehr zu erklären, warum die Spieler von Dieter Hecking ausgerechnet immer dann zu extremen Leistungen neigen, wenn schon das Rahmenprogramm der Clubberer 04 allein ein schönes Wochenende verspricht. Ob dies nun der unverhoffte Auswärtssieg in der Vorrunde beim VfL Wolfsburg war, der eminent wichtige Auswärtsdreier bei Hannover 96 oder natürlich der Last-Minute-Sieg vor unserer aller Berliner Haustür im Olympiastadion. Drei unvergessliche Wochenenden und drei wunderschöne Spiele des Clubs – wenn auch vielleicht nicht immer fußballerisch überzeugend, so doch vom Ergebnis her kaum besser zu machen. Egal, ob wir jetzt mit dem Zug nach Wolfsburg oder Hannover unterwegs waren oder ob wir am Hertha-Wochenende hier in Berlin drei Tage durchgefeiert haben, der Club spielte mit, holte Siege, mit denen man vorher nicht unbedingt rechnen konnte und ließ ziwschenzeitlich sogar so etwas wie die Hoffnung aufkommen, man könne den Klassenerhalt vielleicht schon ein oder zwei Wochenenden vor Saisonende feiern.
Spätestens jedoch mit der Niederlage in Freiburg am Samstag wissen wir auch in Berlin wieder nur zu gut: Der Club ist halt doch der Club. Und aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen hat sich das Blatt mit der dummen Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg nun wieder gewendet. Hieß es bis zum Hertha-Spiel: Schönes Clubberer 04-Wochenende=Clubsieg, heißt es spätestens seit dem Spiel gegen Wolfsburg wieder Schönes Clubberer 04-Wochenende=Clubniederlage.
Während die Clubberer 04 Berlin weiter kreuz und quer durch die Republik reisen, scheint den Männern in rot-schwarz die Luft im Abstiegskampf auszugehen. Da machen sich fünf tapfere Clubberer 04 am Samstag vor einer Woche mit dem Auto in Richtung Nürnberg auf den Weg, erleben ein bombastisches Wochenende in der Stadt ihres Lieblingsclubs und werden am späten Sonntagabend trotzdem mit einer bitteren Niederlage gegen den amtierenden deutschen Meister nach Hause geschickt. Da organisieren die Clubberer 04 Berlin am letzten Samstagmittag mitten in Berlin ein leckeres, deftiges Schäufele-Essen – und was passiert? Der Club vergeigt die große Chance, sich in Freiburg abzusetzen sang- und klanglos. DER DISORDER hätte am liebsten sein Schäufele wieder ausgekotzt.
Also, liebe Clubspieler, wenn Ihr hier manchmal mitlesen solltet – uns Clubberer 04 waren die Siege als Begleitung für ein tolles Wochenende definitiv lieber als die Ergebnisse der letzten beiden Wochen. Wenn Ihr darauf besteht, werden wir rund um die Spiele gegen Dortmund und Köln und in Hamburg sonstwas organisieren, um ein würdiges Rahmenprogramm zu haben. Solange Ihr uns mit Siegen dafür belohnt, ist es uns sogar egal, wenn Ihr unterirdisch schlecht kickt. Was stimmen muss ist das Ergebnis, hört Ihr? Drei Wochen, drei Spiele – und von uns aus können es die schlechtesten Grottenkicks der Vereinsgeschichte werden, solange am Ende das Ergebnis stimmt. Versteht Ihr das? Wir tun ALLES, wenn Ihr uns hinterher mit Klassenerhalt belohnt. ALLES!!! Schreibt uns, wir stellen es irgendwie auf die Beine: info@clubberer04.de
Doch zurück zur Realität: Natürlich weiß DER DISORDER ganz genau, dass wahrscheinlich noch nie auch nur irgendein aktiver Lizenzspieler des 1.FC Nürnberg auch nur überhaupt auf die Clubberer 04-Seite geschaut hat – geschweige denn, den Montagskommentar gelesen hat. Es ist nur mal wieder so, dass DER DISORDER ganz einfach die Zeit im April hasst – das Saisonende naht in großes Schritten und ich kann in der Woche kaum etwas Vernünftiges mit mir anfangen, weil mich der immer wieder aufkommende Gedanke an den 34. Spieltag fast umbringt. Jedes Jahr dasselbe: War die Nervosität 2007 in Hinblick auf das Pokalfinale noch durchaus positiv, glich das Saisonende 2008 einem emotionales Desaster. Und nach der Freude über den Aufstieg in der letzten Saison (welche ja bekannterweise auch nicht unbedingt völlig stressfrei über die Bühne ging), steht es um mein Nervenkostüm in diesem Jahr wieder eher schlecht. Fast mit einer gewissen Wehmut erinnert sich DER DISORDER an das Jahr 2006. Nach grandioser Rückrunde war es am Ende Platz acht. Mitten drin, ohne Stress nach unten oder oben.
Weil ein solches Saisonende beim Club jedoch offenbar nicht mehr möglich scheint, fängt DER DISORDER eben manchmal an und klammert sich an Strohhalme. Und wenn schon die Clubspieler nicht hier lesen: Vielleicht hast Du ja eine Idee, was man tun kann, damit der FCN auch in der nächsten Saison noch Bundesliga spielt. Schreib mich an, schick mir Vorschläge – die Mail-Adresse steht ja weiter oben. Denn für den Klassenerhalt wäre DER DISORDER fast sogar bereit, in den nächsten drei Wochen auf die Party ums Clubspiel herum zu verzichten.