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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 27. Spieltag
[Samstag, 20.03.10] 1.FC Nürnberg – TSG Hoffenheim 0:0 (0:0)

Torlos trennten sich am Samstag Nachmittag der 1.FC Nürnberg und die TSG Hoffenheim. Nach einem schwachen, höhepunktarmen Spiel steht der Club auch weiter auf einem Nicht-Abstiegsplatz.
Von beiden Teams hatte man den Eindruck, dass die Sicherung des eigenen Tores oberste Priorität hatte und so fehlte auf beiden Seiten über die gesamten 90 Minuten ein richtiger Spielfluss, sowie der entscheidene Zug zum Tor. Die Mannschaft von Dieter Hecking war spätestens ab der 13. Minute gewarnt, wie gefährlich Hoffenheim sein konnte. Sejad Salihovic hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, gab den Ball flach und scharf von der Torauslinie zurück an den Fünf-Meter-Raum. Raphael Schäfer hatte vergeblich versucht, die Hereingabe zu verhindern und so stand das Tor offen wie ein Scheunentor vor Vedad Ibisevic. Dem Bosnier gelingt jedoch das Kunststück, den auf der Linie stehenden Javier Pinola anzuschießen. Vom Argentinier springt der Ball Carlos Eduardo vor die Füße und der Brasilianer drischt den Ball aus kurzer Entfernung an den Querbalken.
Tiefes Durchatmen beim Club, doch da nun auch der letzte Abwehrspieler in rot-schwarz aufgewacht war und sich auf seine Aufgaben konzentrierte, entwickelte sich im Rest der ersten Halbzeit ein Spiel mit Langeweile-Charakter. Die Gäste fanden nun keinen Weg mehr, die Clubabwehr auszuhebeln, während der Club seinerseits nur wenig Bemühungen unternahm, in Richtung Hoffenheimer Tor gefährlich zu werden.
Torlos und gelangweilt ging es in die Kabinen und auch im zweiten Durchgang wurde schnell klar: Wer auf Besserung gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Nürnberg und der Retortenverein begegneten sich in Abschnitt zwei auf Augenhöhe. Hier mal ein Vorstoß, dort mal eine Torannäherung, doch wirklich gefährlich wurde es auf beiden Seiten nicht – zumindest bis zur 58. Minute: Plötzlich tauchte Vedad Ibisevic wieder wie aus dem Nichts vor dem Nürnberger Gehäuse auf. Andreas Wolf hatte sich verschätzt und musste den bosnischen Stürmer schließlich allein in Richtung Raphael Schäfer ziehen lassen. Doch Schäfer bestätigte einmal mehr seine außerordentliche Form zur Zeit und konnte den Flachschuss von Ibisevic festhalten. Die zweite Großchance für Hoffenheim, doch es stand noch immer 0:0.
Daran änderte sich bis zum Schlusspfiff auch nichts mehr. Insgesamt konnte der Club sich zwar über die gesamte Partie leichte Feldvorteile erspielen und hatte nach 90 Minuten auch mehr Ballbesitz als die Hoffenheimer, doch auf eine wirkliche Torchance der Gastgeber warteten die rund 40.000 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion vergeblich. Das Publikum applaudierte nach dem Spiel trotzdem, denn auch, wenn nach vorne nicht viel ging und hinten zwei Mal der Fußballgott ausgeholfen hat – der Fortschritt zur Hinrunde ist vor allem dadurch erkennbar, dass ein Spiel wie dieses gegen Hoffenheim im Herbst 2009 noch verloren gegangen wäre. So sicherte sich die Mannschaft von Dieter Hecking zumindest einen Zähler gegen den Abstieg und hat nun zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch zwei Punkte Rückstand zum VfL Bochum auf Rang 14. Das Spiel gegen die Hoffenheimer war das fünfte Spiel in Folge, das nicht verloren wurde. In diesen fünf Spielen sammelte der Club neun Punkte und damit einen Zähler mehr als der FC Bauern München. In der Rückrundentabelle nimmt der Club mit nunmehr 13 Punkten (und damit ein Punkt mehr als in der gesamten Vorrunde) einen guten zehnten Platz ein.