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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 24. Spieltag
[Samstag, 27.02.10] VfL Bochum – 1.FC Nürnberg 0:0 (0:0)

Der 1.FC Nürnberg hat den Big-Point nach dem Unentschieden gegen die Bayern vor Wochenfrist verpasst und ist beim VfL Bochum nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. Der Club wartet damit seit vier Spielen auf einen Sieg, während die Bochumer in der Rückrunde ungeschlagen bleiben.
Gerade weil der VfL Bochum in diesem Jahr noch kein Spiel verloren hatte, hätte man als Clubfan durchaus ein wenig mehr Selbstbewusstsein bei der Mannschaft von Heiko Herrlich erwartet. Die blau-weißen Gastgeber hielten sich jedoch in den ersten Minuten vornehm zurück und überließen dem Gast aus Franken leichte Feldvorteile. Trainer Dieter Hecking hatte die Startelf auf zwei Positionen verändert. Für Angelos Charisteas stürmte Maxim Choupo-Moting und auch Abwehrrecke Breno musste kurz vor dem Anpfiff passen. Der Brasilianer hatte Magen-Darm-Probleme. Für ihn rückte Dominic Maroh in die Innenverteidigung. Aus den Feldvorteilen in der ersten halbe Stunde machte die Nürnberger Mannschaft indes zu wenig. Allein Albert Bunjaku hatte nach 22 Minuten eine gute Torchance. Der Kopfball des Schweizers nach einer Ecke von Dennis Diekmeyer flog jedoch knapp am langen Eck des Bochumer Gehäuses vorbei.
Die Gastgeber zeigten sich da durchaus torgefährlicher. Die tief stehende Mannschaft aus dem Ruhrpott wartete geduldig auf Konter und kam in der siebten, der 17. und der 23. Minute zu Möglichkeiten. Erst in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit öffneten die Bochumer ihren Abwehrriegel ein wenig und kamen kurz vor dem Pausenpfiff prompt zur größten Chance des gesamten Spiels. Mit vereinten Kräften schafften es Raphael Schäfer, Ilkay Gündogan und Javier Pinola jedoch, den Ball nach einer Ecke aus der Gefahrenzone zu befördern. Christoph Dabrowski hatte für mächtig Wirbel im Fünfmeterraum der Nürnberger gesorgt.
So ging es dann letztlich doch ein wenig glücklich torlos in die Kabinen.
Nach der Pause neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld. Der Club stand sicher in der Abwehr, ließ jedoch jede Gefährlichkeit im Angriff vermissen. Was bis zwanzig Meter vor das Tor der Gastgeber meist noch recht gefällig aussah, scheiterte letztlich immer wieder an der fehlenden Idee für den entscheidenden Pass in die Spitze. Einzig Ilkay Gündogan hatte in der 85. Minute noch so etwas wie die Führungschance auf dem Schlappen. Der Freistoß des Youngsters aus rund 18 Metern strich jedoch am linken Pfosten des Bochumer Gehäuses vorbei.
Zwei Minuten vor Schluss holte sich dann Club-Stürmer Albert Bunjaku vom erneut schwachen Schiedsrichter Peter Gagelmann noch die gelb-rote Karte ab. Damit ist der Schweizer Stürmer in Reihen des FCN für das Spiel gegen Leverkusen nächsten Sonntag gesperrt. Dass er gegen Leverkusen nicht würde spielen dürfen wusste der Torjäger übrigens schon seit der 33. Minute. Die erste gelbe Karte des Spiels war für ihn Nummer fünf in der laufenden Saison. Durch die gelb-rote Karte wird diese fünfte gelbe Karte nun wieder gestrichen, so dass dem Schweizer nach der gelb-rot Sperre auch weiterhin direkt die nächste Sperre droht.
Am Ende hatte der Club zwar 58% Ballbesitz in Bochum, auf der Habenseite addierte sich trotzdem nur ein Punkt dazu. Ein Teilerfolg, der den Club zwar in der Tabelle von Rang 17 auf Relegationsplatz 16 klettern lässt, doch allein schon aufgrund des Spielverlaufs war das Unentschieden wahrscheinlich zu wenig. Denn spätestens wenn die Nürnberger nächste Woche gegen die noch immer ungeschlagenenen Leverkusener ran müssen und sich Hannover 96 und der SC Freiburg gleichzeitig im direkten Vergleich gegenüberstehen, dürfte der Club entweder wieder auf einen Abstiegsplatz abrutschen oder den Anschluss an den Nicht-Abstiegsplatz verlieren.