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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 21. Spieltag
[Samstag, 06.02.10] 1.FC Nürnberg – VfB Stuttgart 1:2 (0:1)

Der 1.FC Nürnberg hat den Befreiungsschlag nach dem Auswärtssieg in Hannover verpasst und das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart unglücklich mit 1:2 (0:1) verloren. Die Mannschaft von Dieter Hecking zeigte eine engagierte Leistung und musste gegen abgebrühte Schwaben letztlich bitteres Lehrgeld bezahlen.
Die über 40.000 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion sahen am frühen Samstagabend von Anfang an eine intensive Partie. Die Stuttgarter kamen immerhin mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folgen an die Noris. Doch auch der Club hatte durch den Auswärtssieg beim Abstiegskonkurrenten Hannover 96 vor Wochenfrist genügend Morgenluft geschnuppert, um gegen die Schwaben in der ersten Halbzeit ein offenes Spiel zu liefern. Albert Bunjaku hatte in der 20. Minute die erste echte Torchance des Spiels, scheiterte jedoch an Torwart-Oldie Jens Lehmann.
Die Partie spielte sich zu diesem Zeitpunkt vor allem in einem dicht gestaffelten Mittelfeld ab. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware und so fiel der erste Treffer letztlich fast wie aus dem Nichts. Die Stuttgarter hatten über die linke Seite einen Angriff eingeleitet und erwischten die Club-Abwehr prompt auf dem falschen Fuss. Nach langer Flanke landete der Ball schließlich beim auf der halbrechten Position heranstürmenden Marco Gebhardt. Der Ex-60er zog aus knapp 22 Metern einfach mal ab und sorgte in der 22. Minute für die überraschende Führung der Gäste.
Der Club zeigte sich jedoch wenig geschockt und während die Stuttgart mit der knappen Führung zunächst zufrieden schienen, wollten die Männer von Dieter Hecking natürlich noch vor der Pause den Ausgleich. Marek Mintal scheiterte jedoch nach einer guten halben Stunde genauso mit seiner Chance, wie Christian Eigler in der 41. und 45. Minute mit seinen Schüssen.
Es blieb also zur Pause beim knappen Rückstand und dementsprechend laut bliesen die Clubberer in der zweiten Halbzeit zum Angriff auf das VfB-Tor. Die Schwaben sahen sich zusehends in die eigene Abwehr gedrängt und mussten nach ziemlich exakt einer Stunde auch den verdienten Ausgleich hinnehmen. Angelos Charisteas hatte seinen Sturmpartner Albert Bunjaku mit einem diagonalen Pass auf der linken Seite steil geschickt. Der Schweizer strotzte nach seinem Dreierpack am letzten Samstag in Hannover vor Selbstbewusstsein, ließ die halbe Stuttgarter Hintermannschaft stehen und zog die Lederkugel aus spitzem Winkel ins lange Eck an Jens Lehmann vorbei.
Der Ausgleich war geschafft und man merkte dem Team von Trainer Dieter Hecking an, dass ihr dieses Unentschieden keinesfalls reichte. Um im Abstiegskampf ein wenig Luft zu bekommen, mussten drei Punkte her.
Es kam jedoch letztlich wie so oft, wie es kommen musste – zumindest, wenn man unten drin steht. Der Club rannte an und drückte auf den Siegtreffer, kassierte nach einem Konter dann jedoch selbst noch einen Treffer. Der eingewechselte Roberto Hilbert ließ sich die Chance in der 87. Minute nicht entgehen, behielt bei einem Konter die Übersicht und erzielte kurz vor Schluss das entscheidene Tor zum Auswärtssieg. Der Club steht wieder einmal unglücklich mit leeren Händen da und macht sich nun Mut, dass es am Freitag bei Borussia Mönchengladbach mehr zu holen gibt.