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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 20. Spieltag
[Samstag, 30.01.10] Hannover 96 – 1.FC Nürnberg 1:3 (0:1)

Der Schweizer Nationalstürmer Albert Bunjaku sorgte am Samstag endlich mal wieder für lachende Gesichter beim Club und war mit drei Treffer Mann des Tages beim zweiten Auswärtssieg der Nürnberger in dieser Saison. Durch den Big-Point in Niedersachsen hat der FCN den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze der Fußball-Bundesliga wieder hergestellt.
Dabei mussten die mitgereisten Clubfans in der AWD-Arena zunächst viel Geduld aufbringen. Zwischen den beiden zuletzt so erfolglosen Mannschaften von Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg entwickelte sich in den ersten Minuten des Spiels nicht viel mehr als ein wahrer Grottenkick. Die Angst, Fehler zu machen war auf beiden Seiten deutlich spürbar und so bezog das Gegurke auf dem grünen Rasen seine Spannung allein aus der Frage, welches Team die eigene Angststarre zuerst würde lösen können.
Zum Glück war es schließlich der Club, der zuerst merkte, dass man ein Spiel nicht gewinnen kann, wenn man keine Tore schießt. Das auf vier Positionen umgestellte Team traute sich tatsächlich in Richtung Hannoveraner Tor. Angelos Charisteas hatte sich in der 30. Minute an der Seitenauslinie im Zweikampf den Ball erkämpft, passte zum ins Team zurück gekehrten Marek Mintal und dieser spitzelte die Lederkugel genau in den Lauf von Albert Bunjaku. Der Schweizer konnte schließlich aus kurzer Distanz abziehen, tunnelte dabei noch 96-Keeper Florian Fromlowitz und brachte den Club nach einer halben Stunde in Führung.
Hannover antwortete sofort und so musste Geburtstagskind Raphael Schäfer nur eine Minute nach der Führung bereits in höchster Not klären. Doch „Magneto“ rettete seinen Ehrentag, indem er den Schuss von Mike Hanke an den Pfosten lenkte und die weiße Torwartweste zumindest bis zur Halbzeit rettete. Die Gastgeber zeigten sich in den verbleibenden Minuten des ersten Spielabschnitts zu harm- und ideenlos, um den Club noch einmal in Bedrängnis zu bringen.
Nach der Pause plätscherte das Geschehen zunächst wieder ein wenig vor sich hin. Beide Teams brauchten ein paar Minuten, um wieder ins Spiel zu kommen. Erst in der 64. Minute bahnte sich so etwas wie eine Chance an, als Dennis Diekmeyer den Ball hoch in Richtung Albert Bunjaku spielte. Der Schweizer zeigte einmal mehr, welch guter Techniker er ist und ließ es mit einem satten Volleyschuss zum zweiten Mal im Hannover-Tor klingeln.
Der Treffer entpuppte sich schließlich jedoch auch als Weckruf für die Gegenseite und so folgten in Hannover nun die aufregendsten Minuten des gesamten Spiels. Denn schon im Gegenzug nach dem 0:2 konnten die Gastgeber den alten Rückstand wieder herstellen. Jiri Stajner hämmerte dem Ball völlig frei stehend aus kurzer Distanz an die Unterkante der Nürnberger Latte und erstickte den Jubel der mitgereisten Clubfans vollkommen humorlos.
Vier Minuten später dann jedoch die erneute Antwort vom Club – oder besser: Die Antwort von Albert Bunjaku. Dieses Mal wurde der Schweizer durch einen Steilpass von Sturmpartner Angelos Charisteas in Richtung Niedersachsen-Tor geschickt. Bunjaku behielt die Nerven, guckte 96-Keeper Fromlowitz genau aus und vollendete zum dritten Mal an diesem Nachmittag. Mit seinem neunten Saisontreffer rückt er damit auf Rang drei der Torjägerliste vor.
Viel wichtiger jedoch: Hannover hat der dritte Treffer den Genickschlag versetzt und die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kommt in den verbleibenden zwanzig Minuten zu keiner weiteren Torchance. Der 1. FC Nürnberg gewinnt hoch verdient gegen erschreckend schwache 96er und liegt in der Tabelle nun nur noch einen Zähler hinter den Niedersachsen.