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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 19. Spieltag
[Samstag, 24.01.10] 1.FC Nürnberg – Eintr. Frankfurt 1:1 (1:1)

Der 1.FC Nürnberg wartet auch nach dem ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Dieter Hecking weiter auf den erhofften und ersehnten Befreiungsschlag. Wie schon in der Hinrunde in Frankfurt trennte man sich von der Eintracht mit 1:1-Unentschieden.
Im nur mit knapp 37.500 Zuschauern gefüllten Max-Morlock-Stadion begannen beide Teams zunächst vorsichtig und abwartend. Auf beiden Seiten war man in den ersten Minuten des Spiels in erster Linie darauf bedacht, Sicherheit ins eigene Passspiel zu bekommen und dem Gegner nur wenige Möglichkeiten zur Spielentwicklung zu bieten. Dementschprechend spielte sich das Geschehen auf dem grünen Rasen zunächst im Mittelfeld ab und die Fans im Nürnberg Achteck mussten bis zur 25. Minute warten, ehe sich aus dem Rasenschach um dem Mittelkreis herum eine erste Torchance entwickelte. Christian Eigler prüfte mit einem Weitschuß die Reaktion von Frankfurts Keeper Oka Nikolov.
Der Schuss des Clubspielers war dann jedoch so etwas wie ein Weckruf durch beide Reihen. Das Tempo auf dem Spielfeld erhöhte sich und schon in der 27. Minute konnten die Clubfans jubeln. Pascal Bieler brachte aus halbrechter Position einen Freistoß in den Frankfurter Strafraum. Dort sprang in einer ganzen Traube aus Spielern schließlich Christian Eigler am höchsten und drückte den Ball mit dem Kopf über die Eintracht-Torlinie. Der Jubel im Max-Morlock-Stadion war groß; schließlich war Christian Eiglers Treffer das erste Clubtor vor heimischer Kulisse seit dem damals zwischenzeitlichen 2:0 von Albert Bunjaku gegen Werder Bremen am 31.10.2009.
Wer nun jedoch gehofft hatte, dass der Führungstreffer beim Club Kräfte freisetzen würde (immerhin was die erste Clubführung seit Auswärtssieg in Wolfsburg im November 2009), sah sich leider getäuscht. Im Gegenteil: Frankfurt merkte nun, dass man etwas tun musste und konnte vom Club nicht daran gehindert werden, einen Gang höher zu schalten. Die Belohnung für die Gäste aus Hessen folgte dann sogar noch vor der Halbzeit. Patrick Ochs flankte in der 40. Minute von der rechten Seite in den Nürnberger Strafraum. Dort stand einzig Benjamin Köhler genau richtig und konnte den Ball aus kurzer Entfernung zum 1:1-Ausgleich im Netz der Gastgeber unterbringen.
Nach der Pause kam der Club dann mit dem Mut der Verzweiflung aus der Kabine und war zumindest in der ersten Minuten nach dem Seitenwechsel durchaus noch bemüht, das Spiel für sich zu entscheiden. Albert Bunjaku scheiterte jedoch in der 51. und in der 57. Minute jeweils am glänzend parierenden Eintracht-Keeper Oka Nikolov.
Je länger die Partie im Max-Morlock-Stadion dann jedoch dauerte, desto mehr verflachte die Partie. Der Club fand gegen die tief stehenden Gäste keine Mittel mehr und die Hessen schienen mit dem Unentschieden sichtlich zufrieden. Einzig Ilkay Gündogan sorgte zehn Minuten vor Schluss noch einmal für so etwas wie Gefahr vor der Frankfurter Gehäuse. Der Lupfer des Youngsters fand jedoch den Weg ins Tor nicht und so blieb es am Ende bei einem Unentschieden, dass dem Club nicht wirklich weiter hilft. Seit dem klaren 3:0-Sieg über Hertha BSC Berlin Mitte Oktober warten die Franken nun auf einen Heimsieg. Zunächst sollten die Männer von Trainer Dieter Hecking in der nächsten Woche in Hannover bitte tunlichst für einen Auswärtssieg sorgen.