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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 18. Spieltag
[Sonntag, 17.01.10] FC Schalke 04 – 1.FC Nürnberg 1:0 (0:0)

Auch im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres gehört der 1.FC Nürnberg zu den Verlierern des Spieltages und überlässt trotz Leistungssteigerung gegenüber den Debakeln zum Ende des letzten Jahres mal wieder dem Gegner die Punkte. Der neue Clubtrainer Dieter Hecking hat es damit zunächst verpasst, die Trendwende zum Guten auch in Punkte umzumünzen.
Dabei hatte der neue Trainer die Mannschaft in seinem ersten Spiel ordentlich durcheinander gewürfelt und die kurze Winterpause durchaus zu einigen Umstellungen genutzt. Neben den beiden Münchener Neuzugängen Andreas Ottl und Breno standen mit Ilkay Gündogan, Angelos Charisteas und Daniel Gygax drei weitere Spieler in der Startelf, die unter Hinrunden-Trainer Michael Oenning zuletzt nicht unbedingt zur ersten Wahl gehörten. Und dies sei vorweg genommen: Die Neuen machten ihre Sache – wie auch der Rest der Mannschaft – im Großen und Ganzen eigentlich recht gut.
Der FC Schalke begann zwar wie erwartet mit ordentlichem Druck nach vorne und unterstrich seine Siegesambitionen gleich in den ersten Minuten, doch außer einem Fernschuß von Rakitic in der neunten Minute kam für die Gastgeber wenig heraus. Der Club stand sicher in der Abwehr und Andreas Ottl hatte von der ersten Minute an die Fäden im defensiven Mittelfeld in der Hand. Indes: Zu eigenen Torchancen kam auch der Club nicht. Albert Bunjaku und sein neuer, alter Sturmpartner Angelos Charisteas mühten sich redlich, konnten jedoch ähnlich wie ihre Schalker Stürmerkollegen nur selten wirkliche Akzente setzen.
Wie gefährlich das neue FCN-Sturmduo sein kann, ließen Bunjaku und Charisteas in der 26. Minute aufblitzen. Der Schweizer Nationalstürmer schickte den Griechischen Nationalstürmer auf halblinker Position. Charisteas sprintete noch einige Meter mit dem Ball und zog schließlich beherzt einfach mal ab. Manuel Neuer im Schalker Tor hechtete ins lange Eck, bekam die Fingerspitzen noch an die Lederkugel und lenkte den Ball schließlich entscheidend in Richtung Pfosten ab.
Die Chance des griechischen Europameisters blieb die größte Chance auf dem grünen Rasen in der ersten Halbzeit und so zeigte man sich in der Kurve der Gästefans zur Pause durchaus schon zufrieden, dass das Spiel nach 45 Minuten nicht schon entschieden war.
Als die letzten Clubfans jedoch noch am Bierstand anstanden, rappelte es dann doch im Nürnberger Kasten. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff setzte sich Jeffersen Farfan nach einem Einwurf auf der linken Seite durch und gab den Ball scharf, flach und präzise in die Mitte. Dort war Kevin Kuranyi einen Schritt schneller als Dennis Diekmeyer und drückte die Lederkugel zum 1:0 für Schalke über die Linie.
Die Angst, dass der Club nun wieder auseinander brechen würde und mindestens die Treffer zwei und drei für Schalke nur eine Frage der Zeit waren, begründete sich zum Glück nicht. Das Team von Dieter Hecking zeigte sich stabilisiert und bemühte sich vor allem in der zweiten Hälfte des zweiten Abschnitts durchaus um den Ausgleich. Neu-Trainer Hecking verstärkte in der 65. Minute die Offensive und brachte Christian Eigler für Harvard Nordveidt.
Drei Minuten später wäre der Trainer von seinem eingewechselten Schützling fast belohnt worden. Christian Eigler hatte jedoch wie in der ersten Halbzeit schon Angelos Charisteas das Pech, dass Manuel Neuer auch an seinen Schuss die Fingerspitzen noch heran bekam und den Ball erneut an den Pfosten lenkte.
Man kann bei allen Bemühungen also durchaus auch von Pech auf Nürnberger Seite sprechen, dass es am Ende nicht zu einem Unentschieden auf Schalke gereicht hat. Die nächste Chance, es von der Punkteausbeute besser zu machen, haben die Clubberer in der nächsten Woche zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.