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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 17. Spieltag
[Sonntag, 20.12.09] 1.FC Köln – 1.FC Nürnberg 3:0 (1:0)

Der 1.FC Nürnberg hat sich auch im letzten Spiel der Hinrunde wie ein Absteiger präsentiert und beim 1.FC Köln verdient mit 3:0 (1:0) verloren. Im Schneetreiben der Domstadt hatte die Mannschaft von Michael Oenning nicht eine einzige eigene Torchance und geht nun mit kümmerlichen zwölf Punkten aus siebzehn Spielen in die Winterpause. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt zur Hälfte der Saison vier Punkte.
Völlig leblos und ohne jedes Anzeichen von Kampf und Aufbäumen präsentierte sich der 1.FC Nürnberg im letzten Pflichtspiel des Jahres 2009. Nach zuletzt 0:9 Toren und drei Niederlagen in Folge fehlte es den Männern von Trainer Michael Oenning an allem, was auf Bundesligatauglichkeit hoffen lässt. Die Geißböcke zeigten ihren harmlosen Gästen in allen Belangen die Grenzen auf und kamen letztlich zu drei verdienten Torerfolgen – und das als Mannschaft, die in den ersten sechszehn Spielen der Saison gerade sieben Mal getroffen hatte.
Die Clubabwehr machte es den Domstädtern jedoch auch denkbar einfach. Auf seifigem Boden, den die Rasenheizung nur bedingt bespielbar gemacht hatte, kam der heimische FC bereits in der 10. Spielminute zur ersten guten Gelegenheit. Lukas Podolski hebt einen Freistoß von halbrechts in Richtung Elfmeterpunkt, wo Milivoje Novakovic seinen Kopfball nur um Zentimeter neben das Tor der Clubberer setzt. In der 17. Minute muss Javier Pinola in höchster Not einen Schuss von Adil Chihi abfälschen, um zur Ecke zu klären. Der Schuss des Kölners hätte sonst milimetergenau gepasst.
Auf der anderen Seite tut sich der Club schwer. Torchancen sind Mangelware und so warten die mitgereisten Clubfans in der Kälte von Köln auch nach einer halben Stunde noch auf die erste Möglichkeit ihrer Mannschaft.
In der 37. Minute treffen die Hausherren dann zum hochverdienten 1:0. Nach einem Eckball der Kölner steigt Geromel im Zentrum am höchsten, drückt den Ball per Kopfball in die linke Ecke des Nürnberer Netzes. Isaac Boakye auf der Torlinie hätte den Ball zwar durchaus noch abwehren können, doch Alexander Stephan gab der Lederkugel mit seinem Rettungsversuch eine ungeahnte Richtung.
Auch in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die gastgebenden Kölner als die reifere Mannschaft mit den besseren Spielanlagen. Milivoje Novakovic köpft in der 57. Minute den Ball unbedrängt auf das Nürnberger Tor, doch erneut zeigt Keeper Alexander Stephan, dass die Resultate der letzten Wochen nicht seine Schuld waren und bekommt die Fäuste noch an den Ball, um abzuwehren.
In der 70. Minute macht es Novakovic dann besser: Adil Chihi schickt Lukas Podolski in Richtung Nürnberger Tor und der Nationalspieler bringt den Ball mustergültig und flach in den Strafraum. Sein Sturmpartner braucht praktisch nur den Fuß hinzuhalten, um das 2:0 zu erzielen.
Eine Reaktion oder gar ein Aufbäumen war bei den in weiß spielenden Clubberern nicht zu bemerken und so bedankte sich Novakovic in der 77. Minute für die Freiheiten, die ihm gewährt wurden. Nach einem Eckball von Petit erzielt der Kölner Stürmer mit einem Kopfball das 3:0.
Endgültig entschieden war das Spiel dann in der 84. Minute, als Juri Judt nach einem Foulspiel an Lukas Podolski die gelb-rote Karte sah und sich vorzeitig unter die Duschen verabschiedete. Im Gegensatz zu Borussia Dortmund und dem Hamburger SV verpassten die Kölner jedoch das vierte Tor und beendeten die Hinrunde mit einem klaren 3:0-Sieg über den Abstiegskonkurrenten aus Franken.
Der 1.FC Nürnberg überwintert nach dem letzten Spiel des Jahres 2009 auf Abstiegsplatz 17.