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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 14. Spieltag
[Samstag, 28.11.09] 1.FC Nürnberg – SC Freiburg 0:1 (0:1)

Der 1. FC Nürnberg hat am Samstag im Heimspiel gegen den SC Freiburg mit dem Arsch alles wieder eingerissen, was er sich vor einer Woche mit dem unerwarteten Auswärtssieg in Wolfsburg aufgebaut hatte. Gegen defensiv starke Freiburger fehlte es den Mannen von Trainer Michael Oenning an Ideen und Konzepten und so reichte den Breisgauern ein frühes Glückstor, um die drei Punkte aus Nürnberg zu entführen.
Im Gegensatz zum FCN hatte der SC Freiburg offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht und aus den Fehlern der letztwöchigen 0:6-Heimpleite gegen Werder Bremen gelernt. Die Breisgauer gingen von Anfang an aggressiv in die Zweikämpfe und kauften den Clubberern im Max-Morlock-Stadion in den Anfangsminuten deutlich den Schneid ab. Bereits in der siebten Minute musste FCN-Keeper Alexander Stephan in seinem Bundesliga-Debüt in höchster Not klären. Der Youngster zwischen den Pfosten, der für den gesperrten Raphael Schäfer einspringen musste, machte seine Sache sehr ordentlich, hatte jedoch in der zwölften Minute keine Chance. Der Ex-F****** Stefan Reisinger stand nach der vierten Freiburger Ecke am kurzen Pfosten genau richtig und konnte die Lederkugel aus kurzer Distanz zur Freiburger Führung einschieben.
Die Nürnberger brauchten danach ein paar Minuten, um sich von dem Rückstand zu erholen und erst als die Gäste sich endgültig in der eigenen Hälfte einigelten, kamen die Rot-Schwarzen zu ersten Chancen. Schon jetzt war klar: Es würde ein Geduldsspiel werden, denn die frühe Führung passte den Freiburgern hervorragend ins eigene Konzept.
Die beste Torchance für den Club hatte Peer Kluge kurz vor der Halbzeit. Der Mittelfeldmotor hatte sich in der 43. Minute nach gutem Pass von Albert Bunjaku durch den Strafraum der Gäste gedribbelt, umspielte auch SC-Keeper Simon Pouplin, traf dann jedoch aus spitzem Winkel leider das Tor nicht.
In der zweiten Halbzeit bot sich den 40.824 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion ein einseitiges Bild. Der FCN rannte dem Rückstand hinterher, während sich Freiburg allein auf die Defensive konzentrierte. Immer wieder wurde der Ball in Richtung Gästetor getrieben – die durchschlagenden Ideen blieben jedoch aus und wirklich gute Torchancen für den Club waren Mangelware. Erst als den Männern von Michael Oenning die Zeit davon lief und Peer Kluge und Co. zur Schlussoffensive bliesen, wurde es hektisch im Freiburger Strafraum. Natürlich hoffte der geneigte Clubfan auf einen ähnlich guten Ausgang wie vor Wochenfrist und in der Tat erspielte sich der Club die besten Möglichkeiten des Spiels erst in der Nachspielzeit. Maxim Choupo-Moting köpfte nach Christian Eigler-Schuss in der 90. Minute ans Lattenkreuz und nur wenige Sekunden später nahm sich Dennis Diekmeyer ein Herz und zog nach tollem Solo durch das gesamte Freiburger Mittelfeld aus gut zwanzig Metern einfach mal ab. Leider konnte Simon Pouplin im Freiburger Kasten den fulminanten Schuss klären.
So blieb es am Ende bei einer vielleicht etwas unglücklichen, aber dennoch mal wieder club-typischen Niederlage. Statt im Abstiegskampf Boden gut zu machen und den SC Freiburg in der Tabelle hinter sich zu lassen, steht der Club nach dem 14. Spieltag nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz.