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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 12. Spieltag
[Samstag, 07.11.09] FSV Mainz 05 – 1.FC Nürnberg 1:0 (1:0)

Langsam macht es wirklich keinen Spaß mehr, quer durch die Republik zu reisen, um dem Club beim Verlieren zusehen zu müssen. Die Männer von Michael Oenning wurden auch in Mainz wieder vom Schiedsrichter verpfiffen und verloren beim selbsternannten Karnevalsverein ungerecht mit 1:0 (1:0). Wie schon gegen Bremen und Frankfurt wurde ein regulärer Treffer der Clubberer nicht anerkannt.
Die bisher zu Hause ungeschlagenen Mainzer legten mit Anpfiff der Partie los wie die Feuerwehr und so hätten die Rheinhessen schon nach zwei Minuten in Führung gehen können. Nach einer Flanke von Tim Hoogland setzt sich Andreas Ivanschitz im Strafraum durch und köpft aus kurzer Distanz auf das FCN-Gehäuse. Raphael Schäfer bekommt gerade noch die Hände an den Ball und kann klären. Die Nürnberger waren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Platz und hatten in der Frühphase der Partie ihre liebe Mühe mit den selbstbewussten Gastgebern. Tim Hoogland hat in der achten Spielminute die nächste gute Gelegenheit, trifft jedoch aus kurzer Entfernung nur das Außennetz.
Nürnberg war zu dieser Zeit allein darum bemüht, Ruhe ins Spiel zu bekommen und keinen frühen Gegentreffer zu kassieren. Kämpferisch und spielerisch machten die Mainzer die deutlich bessere Figur. 70 Prozent Ballbesitz für Mainz nach rund zwanzig Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
Dennoch ist es der Club, der die erste hundertprozentige Chance des Spiels hat. Bezeichnenderweise erst in der 36. Minute, nachdem sich beide Teams zuvor eine zeitlang im Mittelfeld neutralisiert hatten. Nach Fehler von Niko Bungert läuft Albert Bunjaku allein auf den Mainzer Keeper Heinz Müller zu. Der frisch zur Schweizer Nationalelf berufene Bunjaku will es jedoch zu schön machen und den Ball ins rechte obere Toreck schlenzen. Die Aktion misslingt gründlich und so fliegt die Lederkugel weit am Tor vorbei.
Das hätte die Führung für den Club sein können, doch postwendend fällt das Tor auf der anderen Seite. Nach einem Eckball von der rechten Seite kommt Nikolce Noveski zum Kopfball. Dennis Diekmeyer kann zunächst klären, lenkt den Ball jedoch vor die Füße von Elkin Soto. Dieser zieht aus kurzer Entfernung ab und da Dennis Diekmeyer den Schuss noch abfälscht, landet er unhaltbar für Raphael Schäfer im Nürnberger Tor.
Die Mainzer gingen also mit einer knappen Führung in die Halbzeit, sahen sich jedoch im zweiten Spielabschnitt deutlich verbesserten Nürnbergern gegenüber. Das Team von Michael Oenning wollte den Ausgleich und hatte die erste Chance schon in der 46. Minute. Albert Bunjaku kommt aus 15 Metern frei zum Schuss und zwingt 05-Keeper Heinz Müller zu einer guten Parade. Den Abpraller will Daniel Gygax zum Ausgleich einschieben, doch abgesehen davon, dass der Schweizer an seinen eigenen Nerven scheitert und die Lederkugel am Tor vorbei schiebt, stand der Mann mit der Nummer sieben auch im Abseits.
Der Club machte nun gehörig Druck, ohne jedoch zu den wirklich großen Chancen zu kommen. Mainz verschanzte sich in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Es entwickelte sich ein Spiel, das vor allem von der Spannung lebte. Mit jedem Angriff, den die ganz in schwarz gekleideten Clubberer in Richtung Mainzer Tor vortrugen, hoffte man auf die eine geniale, zündende Idee, die den Ausgleich bringen sollte. Angriff um Angriff brachten die Clubberer nun vor das gegnerische Tor, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden – zumindest bis in die 87. Minute. Da zappelte der Ball nach einer Ecke und dem anschließenden Abstauber von Peer Kluge endlich im Mainzer Tor. Der Jubel der Clubfans ebbte jedoch sehr schnell wieder ab, weil Schiedsrichter Michael Kempter dem Treffer die Anerkennung verweigerte. Angeblich habe Peer Kluge im Abseits gestanden. Die Fernsehbilder beweisen das Gegenteil und auch, wenn man als Fan des 1.FC Nürnberg durchaus leidensfähig ist: Das geht zu weit.
In Frankfurt wurde dem Club ein reguläres Tor aberkannt, weil Albert Bunjaku angeblich im Abseits gestanden hatte. In Hoffenheim wird dem Club nach einem klaren Foulspiel an Albert Bunjaku beim Stand von 0:0 ein Foulelfmeter verweigert. Gegen Bremen erzielt Albert Bunjaku ein reguläres Tor, bei dem nur Schiedsrichter Guido Winkmann gesehen haben will, dass der Schweizer den Ball mit der Hand stoppt. Und nun der aberkannte Ausgleich in Mainz. Lieber DFB, das grenzt bereits an Wettbewerbsverzerrung!