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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 5. Spieltag
[Samstag, 12.09.09] 1.FC Nürnberg – Bor. Mönchengladbach 1:0 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg hat am Samstag im ausverkauften Max-Morlock-Stadion den ersten Sieg in der noch neuen Bundesliga-Saison eingefahren und Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (1:0) besiegt. 46.780 Zuschauer waren (bis auf ein paar Ausnahmen) erleichtert, dass die Männer in rot-schwarz den knappen Vorsprung über die Zeit retten konnten.
Nach durchwachsenem Start in die Saison nutzte der Club im Heimspiel nach der Länderspielpause gleich die erste Chance des Spiels, um in Führung zu gehen. Zwei Spiele hatte es zuvor keinen eigenen Treffer gegeben und so war es fast ein wenig bezeichnend, dass ein Mittelfeldspieler die frühe Führung erzielte. Bereits in der sechsten Minute versenkte Mittelfeldmotor Peer Kluge nach mustergültiger Flanke von Christian Eigler von der linken Seite, den Ball zum 1:0 in den Maschen des Gladbacher Gehäuses. Mit langem Bein sprintete Kluge in die Flanke und ließ seinem Gegenspieler Dante keine Chance.
Die Gäste aus Mönchengladbach zeigten sich nach dem frühen Rückstand zunächst geschockt – waren sie doch recht gut in die Saison gestartet und in Nürnberg angetreten, um den positiven Eindruck der ersten vier Spiele zu bestätigen. Indes: Es gelang ihnen in der ersten Halbzeit nicht viel. Zwar gewannen die Gäste mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr die Überhand im Mittelfeld, doch zu echten Torchancen kamen sie nicht. Roberto Collauti und Raoul Bobadilla, die beiden Angreifer der Borussen, blieben über weite Strecken stumpf und obwohl die Borussia insgesamt mehr Ballbesitz hatte, brachten die Clubberer den knappen Vorsprung ohne große Mühe durch die erste Halbzeit. Ein Klassespiel sieht sicher anders aus – dazu leisteten sich beide Teams zu viele Fehlpässe und waren zu wenig zwingend in ihren Aktionen. Doch schon zur Halbzeit waren sich die Clubfans einig, dass an diesem Tag allein das Ergebnis zählt.
Dementsprechend ging es auch in der zweiten Hälfte auf dem grünen Rasen zu. Der Club war in erster Linie darauf bedacht, das Ergebnis zu halten, während Mönchengladbach auf den Ausgleich drängte. Echte Torchancen blieben jedoch auch in der zweiten Halbzeit Mangelware.
Erst in der 70. Minute wurde es im Stafraum des FCN haarig. Dennis Diekmeyer hatte den heranstürmenden Karim Matmour im eigenen Sechszehner elfmeterreif gefoult, doch der Pfiff von Schiedsrichter Peter Gagelmann galt nicht dem Foul, sondern der Abseitsposition, in der Matmour sich befunden hatte. Kollektives Duchatmen also beim Club.
Zwei Minuten später fehlte auf der anderen Seite nicht viel zum Torerfolg. Ein Schuss des eingewechselten Last-Minute-Transfers Eric Maxim Choupo-Moting hätte den Club in der 72. Minute fast mit 2:0 in Führung gebracht. Gladbachs Keeper Christofer Heimeroth hat jedoch gerade noch die Fingerspitzen am Spielgerät.
Noch ein eingewechselter Club-Spieler sorgte in der 83. Minute für die nächste große Chance der Heimmannschaft. Dieses Mal fasste sich Thomas Broich ein Herz, scheiterte mit seinem Schuss jedoch ähnlich knapp wie Choupo-Moting vorher. Das Spiel lebte zu dieser Zeit längst nur noch von der Spannung und nicht wenige Clubfans befürchteten, dass die Männer von Michael Oenning den knappen Vorsprung nicht würden über die Zeit retten können. Dabei hätte der dritte eingewechselte Spieler in der 86. Minute für die endgülitge Entscheidung sorgen können. Doch Angelos Charisteas kommt nach perfektem Anspiel von Choupo-Moting völlig frei stehend ins Stolpern und bringt die Lederkugel nicht im Netz unter.
Dafür antworteten die Gäste vom Niederrhein nur eine Minute später mit ihrer größten Chance. Der ebenfalls eingewechselte Marco Reus scheiterte jedoch mit seinem Trick am überragenden Rafael „Magneto“ Schäfer. In der 89. Minute legte dann Charisteas noch einmal im Chancenauslassen nach und schlenzt den Ball nach einem Konter weit über das Gästgehäuse.
Letztlich rettete der Club den knappen Vorsprung in der Tat über die Zeit und freute sich nicht unverdient am ersten Dreier in der Aufsteigersaison. Das frühe Tor hatte der Mannschaft bestens in Konzept gepasst, konnte man den Borussen vom Niederrhein doch das Spielmachen überlassen. Eine Aufgabe, an der die Gästemannschaft von Trainer Michael Frontzeck letztlich scheiterte. Nürnberg stand gut gestaffelt in der Abwehr und Mönchengladbach fand über 90 Minuten kein probates Mittel, den Verteidigungsriegel zu knacken.
„Das war nicht unser bestes Spiel, dafür aber ein erfolgreiches“, sagte Torschütze Peer Kluge dann auch treffend nach dem Spiel. Nächste Woche muss der Club in München bei den Bauern antreten.