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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 34. Spieltag
[Sonntag, 23.05.09] 1.FC Nürnberg – TSV 1860 München 2:1 (2:0)

Der Club hat auch das letzte Heimspiel der Zweitliga-Saison 2008/2009 gewonnen und schließt das Spieljahr somit als beste Heimmannschaft ab. Gegen die Münchener Löwen gab es am Sonntagnachmittag vor ausverkauftem Haus (46.780 Zuschauer) bei sommerlichen Temperaturen ein 2:1 (2:0). Für den erhofften direkten Aufstieg in die Bundesliga hat es indes trotzdem nicht gereicht, da der FSV Mainz 05 gleichzeitig sein Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 4:0 (2:0) gewonnen hat. Damit bleibt für den Club in der Endabrechnung mit 60 Punkten und einem Torverhältnis von 51:29 der dritte Tabellenplatz. Der Aufstieg in die Bundesliga muss nun also über zwei Relegationsspiele gegen den Tabellensechszehnten der ersten Liga, Energie Cottbus, geschafft werden. Das Spiel gegen die Löwen bot indes außer den Toren wenige Highlights. Schnell hatte sich die Kunde der frühen Tore von Mainz 05 im Max-Morlock-Stadion rumgesprochen, so dass der Kick auf dem grünen Rasen quasi zur Bedeutungslosigkeit verkommen war.
Umso schöner für die Clubfans, dass die Männer von Trainer Michael Oenning sich nicht lumpen ließen und die Saison letztlich mit nur einer Heimniederlage (0:1 gegen den MSV Duisburg am 6. Spieltag) abschlossen. Ärgerlich war dagegen das späte Gegentor von Benjamin Lauth in der 83. Minute – bedeutete dies doch das erste Club-Heimspielgegentor seit dem 23.11.2008(!) und damit das erste Gegentor im Max-Morlock-Stadion im Jahre 2009. Stefan Reisinger von der Spvgg. Greuther F**** hatte im Franken-Derby als letzter Gegenspieler in Nürnberg getroffen.
Begonnen hatte der Club das letzte Heimspiel der Saison ähnlich konzentriert wie die letzten Aufgaben. Die Räume wurden eng gestellt und im Spiel nach vorne wurden die Chancen gesucht. 1860 München kam zu keiner Zeit der ersten Hälfte zur Entfaltung und so war auch die 1:0-Führung letztlich nur eine Frage der Zeit. Christian Eigler beantwortete die Frage nach dem Wann in der 30. Minute. Der Ex-Zweitligatorschützenkönig versenkte nach exakt einer halben Stunden einen Schuss im Gehäuse von Ex-Clubberer Phillip Tschauner. Nur vier Minuten später durften die Clubfans bereits ein zweites Mal jubeln. Marek Mintal (Fußballgott) traf mit einem technisch sauberen Direktschuss zum 2:0. Man sah dem Slowaken in dieser Situation an, dass er das Tor machen wollte, bedeutete der Treffer doch für ihn zusammen mit dem Duisburger Cedrick Makiadi und dem Aachener Benjamin Auer mit 16 Treffern die Torjägerkanone der zweiten Bundesliga. Und Marek Mintal hätte sich diese Torjägerkanone sogar alleine sichern können, hätte Isaac Boakye in der 75. Minute nach herrlichem Alleingang im richtigen Moment auf den Slowaken abgespielt, statt eigensinnig zu vergeben.
So aber wurde es nach dem Anschlusstreffer durch Benjamin Lauth in der 83. Minute fast noch einmal spannend. Die Münchener Mietzekätzchen blieben jedoch – bis auf die eine Ausnahme – zahnlos und so hatte der Club am Ende keine Schwierigkeiten, den 13. Heimsieg der Saison einzufahren.
Der Club landete somit in der Heimstatistik mit 42 Punkten und 31:7 Toren noch vor dem SC Freiburg auf dem Platz an der Sonne. Der direkte Wiederaufstieg wurde letztlich in der Fremde verspielt. Dort landete der Ruhmreiche in der Endabrechnung mit gerade mal drei Auswärtssiegen und 18 Punkten, sowie 20:22 Toren lediglich auf Platz sieben in der Tabelle. Ähnlich unterschiedlich verliefen Hin- und Rückrunde des Clubs. Während man zum Winter lediglich auf Platz acht stand (25 Punkte, 25:17 Tore), landete man in der Rückrundentabelle mit 35 Punkten und 27:12 Toren bei gerade mal zwei Niederlagen auf Rang zwei.
Insgesamt ist der Club bei sechs verlorenen Spielen das Team mit den wenigsten Niederlagen in der zweiten Fußball-Bundesliga, hat jedoch gleichzeitg bei nur 16 Siegen auch fünf Spiele weniger gewonnen als Zweitliga-Meister SC Freiburg. Mit gerade mal 29 Gegentoren in 34 Spielen stellt der Club die mit Abstand beste Abwehr der Liga. Der zweitbeste Wert liegt hier bei 36 Gegentoren (Freiburg und Duisburg). Mit 51 geschossenen Toren liegt man jedoch nur auf Platz neun der Rangliste. Selbst der Tabellendreizehnte Hansa Rostock hat über die Saison ein Tor mehr geschossen als der Club.