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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 32. Spieltag
[Mittwoch, 13.05.09] 1.FC Nürnberg – VfL Osnabrück 2:0 (1:0)

Der Club hat erneut ein Heimspiel ohne Gegentor gewonnen und sich trotz glanzloser Leistung am späten Mittwochnachmittag gegen den VfL Osnabrück schadlos gehalten.
Dabei staunten die 33.507 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion in den ersten Minuten nicht schlecht – waren es doch die abstiegsbedrohten Gäste aus Osnabrück, die zunächst in Nürnberg den Ton angaben und nach einer Chance von Thomas Reichenberger bereits in der fünften Spielminute hätten in Führung gehen können.
Den Unterschied machte dann in der fünfzehnten Minute jedoch der nach seiner Rotsperre ins Team zurück gekehrte Marek Mintal (Fußballgott !). Nach mustergültigem Pass des anderen zurück gekehrten Rotsünders Isaac Boakye behielt der Slowake bei seinem Sturmlauf auf das Gästetor die Nerven und setzte den Ball an den Innenpfosten, von wo er ins Osnabrücker Tor prallte.
Der Widerstand der Gäste war somit zunächst gebrochen und es entwickelte sich im Rest der ersten Halbzeit ein Spiel, welches sich vor allem im Mittelfeld abspielte. Osnabrück stand tief und kämpfte aufopfernd, während der Mannschaft von Trainer Michael Oenning die Ideen fehlten, sich zwingende Torchancen zur Ergebnisverbesserung zu erarbeiten.
Ohne weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten ging ein kampfbetontes Spiel schließlich in die Halbzeit.
Positiv zu bewerten war in der zweiten Halbzeit vor allem, dass die umgestellte Club-Abwehr den Angriffen der Gäste ohne große Probleme standhielt. Dominic Maroh hatte aufgrund einer Schulterverletzung passen müssen, doch der in die Innenverteidigung gerückte Stefan Reinartz machte seine Sache mehr als ordentlich und so blieben die Osnabrücker Sturmspitzen auch in der zweiten Hälfte größtenteils stumpf.
Auffällig auch die starke Leistung eines Javier Pinola, der die Abwehr dirigierte und dabei sein Temperament derart im Griff hat, dass die drohende Sperre nach der zehnten gelben Karte nun bereits seit einigen Spielen auf sich warten lässt. Hoffen wir, dass ihm dies auch in Rostock noch gelingt und der Argentinier somit auch im Saisonfinale gegen 1859 München dabei sein kann.
Auf dem grünen Rasen tat sich indes auch in der zweiten Halbzeit zumindest in Sachen Torchancen nicht viel.
Allein in der 74. Minute hätte es im Nürnberger Kasten klingeln können, als der völlig frei stehende Tom Geißler seinen Schuss aus wenigen Metern über das Gehäuse von Raphael Schäfer setzte.
Das 2:0 für den Club fiel – wenn man davon sprechen möchte – genau zum richtigen Zeitpunkt. In der 86. Minute kam der Ball flach nach innen vor das Tor von Gästekeeper Tino Berbig, wo erneut Marek Mintal zur Stelle war. Der Fußballgott brachte den Ball im Sitzen im Osnabrücker Tor unter und erstickte einen eventuell geplanten Schlussspurt der Gäste somit bereits im Keim.
Die letzten Minuten im Max-Morlock-Stadion wurden dann ohne Probleme überstanden und der Club konnte glanzlose, doch eminent wichtige drei Punkte feiern.
Da Greuther F**** beim SC Freiburg nicht über ein torloses Remis hinaus kam und der 1. FC Kaiserslautern bereits am Dienstag bei Alemannia Aachen verloren hatte, konnte der Club den Vorsprung auf Rang vier der Tabelle auf drei Punkte ausbauen.
Am Sonntag muss der Club nun in Rostock Punkte sammeln. Das Spiel bei der Hansa-Kogge hat vorentscheidenden Charakter, da zeitgleich der Tabellenzweite Mainz 05 in F**** antreten muss.