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DER DISORDER – Der aktuelle Dienstagskommentar

Solche Wochenenden kann es nach meiner Meinung öfter geben. Der Club gewinnt sein Spiel bereits am Freitag – zwar nicht uneingeschränkt überzeugend, aber immerhin – und egal, auf welchen Zweitligaplatz man am Rest des Wochenendes auch schaut: Die Konkurrenten patzen. Einzig die Mainzer gaben sich die Blöße des Spielverderbers und holten die maximale Ausbeute. Doch Schwamm drüber, schickten sie doch den ollen, verlotterten Peter Neururer endlich mal zum Friseur und ließen die Duisburger leer ausgehen.
Wirft man dann noch einen Blick über den Tellerrand der eigenen Liga hinaus und schaut sich das 1:5-Debakel der Bauern in Wolfsburg an, könnte man zu dem Schluss kommen, das vergangene Wochenende wäre so etwas wie das perfekte Wochenende für den Clubfan gewesen. Wäre es definitiv auch gewesen, wenn sich Club-Kapitän Andreas Wolf nicht erneut schwer verletzt hätte.
So bleibt jedoch ein nicht unwesentlicher Wermutstropfen, dessen Schwere sich erst in den nächsten Spielen zeigen wird. Denn machen wir uns nichts vor: Andreas Wolf ist innerhalb des Nürnberger Teams zu einem echten Führungsspieler geworden und hat dem Abwehrriegel vor Rafael Schäfer schon wenige Spiele nach seinem Verletzungsspausencomeback eine erstaunliche Sicherheit verliehen. Gerade der junge Dominik Maroh profitierte vom erfahrenen Nebenmann in der Innenverteidigung und konnte sich trotz bereits exzellenter Vorrunde noch einmal in seinen Leistungen steigern. Ganze zwei Gegentore in den letzten sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
An dieser Stelle also die besten Genesungswünsche an unseren Kapitän und dass er uns möglichst schnell, aber doch trotzdem so schonend wie möglich, bald wieder zur Verfügung stehen wird. Wie man vom Club heute vernehmen konnte, ist die Knie-OP in Augsburg den Umständen entsprechend gut verlaufen, der Termin einer möglichen Rückkehr Wolfs in das Team ist jedoch zu diesem Zeitpunkt auch weiterhin völlig offen.
DER DISORDER jedenfalls drückt trotzdem kräftig die Daumen für eine baldige Rückkehr, und steckt den Kopf nun keineswegs in den Sand. Unsere Mannschaft hat auch in der Hinrunde bereits bewiesen, dass der Abwehrverbund das geringste Problem auf dem Weg zurück in die Bundesliga ist. Bange machen gilt also nicht und wäre das Falscheste, was man nun tun könnte. Mehr noch: Es wäre eine Unverschämtheit gegenüber Andreas Wolf. Der Mann hat sich sechs Monate gequält, um am Ende der Saison mit seiner Mannschaft den Aufstieg feiern zu können und ich bin mir sicher, dass seine Kollegen sich den Arsch aufreißen werden, um ihm diesen Traum spätestens am 34. Spieltag erfüllen zu können.
Es gilt also, den Schwung mit nach Oberhausen zu nehmen und gegenüber der Konkurrenz erneut vorzulegen. Vier Siege in Folge hatten wir beim Club schon ewig nicht mehr und auch, wenn die Oberhausener am Sonntag in Kaiserslautern gezeigt haben, dass sie ein schwer zu spielender Gegner sind, haben sie in dieser Saison auch schon zehn Mal gezeigt, dass sie schlagbar sind.
Setzen wir also bitte die Konkurrenz wieder unter Druck, und schauen uns dann am Montag beim Spiel zwischen Mainz und Freiburg genüsslich an, was flatternde Nerven alles bewirken können. Bitte, lieber Club!