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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 25. Spieltag
[Montag, 23.03.09] SC Freiburg – 1.FC Nürnberg 0:1 (0:0)

Durch einen 1:0-Auswärtssieg beim Tabellenführer SC Freiburg hat der Club nicht nur wichtige drei Punkte geholt, sondern auch den Anschluss an die Aufstiegsplätze wieder hergestellt. Die in weißen Trikots spielenden Nürnberger waren von Beginn an hellwach und setzen die Breisgauer unter Druck. Aggressives Pressing führte so bereits nach wenigen Sekunden zur ersten Torchance der Gäste. Nachdem Christian Eigler noch an Freibugs Keeper Simon Pouplin gescheitert war, kam der Ball zu Isaac Boakye, der die Lederkugel jedoch auch nicht am SC-Schlussmann vorbei bekam. Nur einen Angriff später scheiterte dann auch Christian Eigler am nicht immer sicher wirkenden Franzosen im Freiburger Gehäuse und so hätte es gut und gerne nach 180 Sekunden schon 2:0 für den Club stehen können.
Die Mannschaft von Michael Oenning ließ sich jedoch nicht beirren und versuchte weiterhin erfolgreich, das Heft im badenova-Stadion in der Hand zu behalten. Die umgestellte Freiburger Hintermannschaft wirkte unsicher und schlecht abgestimmt und für den neutralen Beobachter schien es nur eine Frage der Zeit, wann die Gäste aus Franken in Freiburg in Führung gehen sollten. Der stark aufspielende Daniel Gygax hatte mit einem Freistoß in der elften Minuten die nächste Tormöglichkeit, scheiterte jedoch genauso wie bei seinem zweiten Versuch in der 25. Minute.
Die Gastgeber zeigten in der ersten Halbzeit nur selten, warum sie an der Sonnenseite der Tabelle stehen und ließen jede Gefährlichkeit in Richtung Nürnberger Tor vermissen. Einzig Mohamadou Idrissou ließ in der 29. Minute den Atem der Clubfans für kurze Zeit stocken. Letztlich war der Freiburger Stürmer jedoch selbst überrascht, wie frei er aus kurzer Distanz zum Schuss kam und hämmerte den Ball weit über den Kasten von Raphael Schäfer. Zudem bekamen die Breigauer zumindest die eigene Abwehrarbeit mit zunehmender Spieldauer besser in den Griff, so dass es letztlich für den Club nur noch zu einer Großchance in der 44. Minute reichte. Isaac Boakye bekam den Ball jedoch erneut nicht an Pouplin vorbei und so konnte man dem Club nach engagierter erster Halbzeit eigentlich nur den Vorwurf der mangelnden Chancenauswertung machen.
Wer nun einen Sturmlauf der Freiburger in der zweiten Halbzeit erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der Club schaltete einen Gang zurück, stand jedoch in der Abwehr gewohnt sicher und so neutralisierten sich die beiden Mannschaften über weite Strecken des zweiten Abschnitts meist schon im Mittelfeld. Heiko Butscher mimte zu dieser Zeit den Alleinunterhalter auf Freiburger Seite und machte ein wenig Betrieb auf der linken Angriffsseite. Seine Flanken und Pässe kamen jedoch größtenteils zu ungenau, um die Abwehr um Andreas Wolf in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Als sich ein Großteil der knapp 20.000 Zuschauer in der Fußballarena schon auf ein torloses Remis einstellten, wechselte Club-Trainer Oenning in der 82. Minute Dario Vidosic für Isaac Boakye ein. Für den Kroaten mit australischem Pass war es der erste Einsatz in der Rückrunde – noch vor guter Wochenfrist gegen Ahlen hatte er nicht einmal im Kader gestanden. Dennoch war es ausgerechnet Vidosic, der nur eine Minute später die Clubfans jubeln ließ. Nachdem er in der Mitte von Christian Eigler angespielt worden war, versetzte der 22-Jährige mit einer geschickten Körpertäuschung gleich zwei Freiburger Abwehrspieler und zog schließlich aus knapp achtzehn Metern einfach mal ab. Der Ball schlug flach zum 1:0 im Freiburger Tor ein und im Gegensatz zum Spiel in Duisburg hatten die Franken dieses Mal kaum Mühe, den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten.
Mit dem Auswärtssieg gelang den Männern von der Noris ein echter Big Point. Nach der klaren Heimniederlage der Mainzer am Sonntag gegen Alemannia Aachen beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nun nur noch vier Punkte. Nach der Länderspielpause am nächsten Wochenende heißt es dann im Heimspiel gegen die TuS Koblenz am Freitag, den 3. April, nachzulegen und nach Möglichkeit den dritten Sieg in Folge einzufahren.