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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 23. Spieltag
[Montag, 09.03.09] MSV Duisburg – 1.FC Nürnberg 2:2 (0:0)

Der 1.FC Nürnberg wartet auch nach dem Spiel in Duisburg weiter auf den zweiten Auswärtssieg der Saison 2008/2009 – dabei war er so nahe dran, wie schon lange nicht mehr.
Im spärlich gefüllten MSV-Stadion in Duisburg (nur 15.054 Zuschauer) musste für den Club ein Sieg her, um weiter in Richtung Aufstiegsplätze schielen zu dürfen. Dementsprechend engagiert begannen die Männer von Trainer Michael Oenning und zeigten den zuletzt so erfolgreichen Duisburgern durchaus, dass sie an diesem Abend mit einem zumindest ebenbürtigen Gegner zu tun hatten. Zu zählbaren Erfolgen im Netz des Gegners reichte es indes mal wieder nicht. Der Club hatte zwar leichte Vorteile in Sachen Zweikämpfen und Ballbesitz, blieb jedoch – wie so oft in dieser Saison – in Richtung gegnerisches Tor zu harmlos. Allein Mike Frantz (38. Minute) und Christian Eigler (45.) kamen kurz vor dem Halbzeitpfiff zu Chancen.
Nach dem Wechsel schien der Weckruf von „Erfolgstrainer“ Peter Neururer auf Duisburger Seite gewirkt zu haben. Duisburg präsentierte sich wesentlich aggressiver als noch in der ersten Halbzeit und kaufte dem Club in den Startminuten der zweiten Halbzeit rigoros den Schneid ab. Die Rot-Schwarzen brauchten ein wenig, ehe sie die Sicherheit und Überlegenheit der ersten Hälfte wiederfanden.
Doch gerade als man den Eindruck gewinnen konnte, der Club sei ins Spiel zurückgekehrt, hatten die Zebras ihre bis dato beste Chance. Nach Verwirrung im Clubstrafraum, flog der Ball in der 65. Minute in Richtung des heranstürmenden Christian Tiffert. Der Ex-Stuttgarter erwischte die Lederkugel aus vollem Lauf fast ideal und hämmerte seinen Schuss aus wenigen Metern ans Nürnberger Lattenkreuz.
In der 70. Minute kam es dann, wie es die erfahrenen Clubfans längst erwartet hatten: Tiffert hatte von links geflankt und in der Mitte stand Cedrick Makiadi goldrichtig, um zum 1:0 für den MSV Duisburg zu treffen.
Nur fünf Minuten später schlug der Club zurück. Nach undurchsichtiger Situation im Fünfmeterraum, nahm Markus Brzenska gegen Isaac Boakye den Fuß zu hoch und Schiedsrichter Manuel Graefe entschied auf gefährliches Spiel – dementsprechend auf indirekten Freistoß aus gerade einmal sechs Metern Torentfernung. Erwartungsgemäß reihte sich die gesamte Duisburger Mannschaft auf der Torlinie auf, konnte den Ausgleich durch Boakye (75.) trotzdem nicht verhindern.
Da es für beide Mannschaften um den Anschluss an die Aufstiegsplätze ging, schenkten sich die Kontrahenten bis zum Schluss fast keinen Meter freiwillig. Es entwickelte sich zumindest in der Schlussphase ein hochklassiges Zweitligaspiel, in dem der Club das glücklichere Ende für sich zu haben schien.
Der gerade fünf Minuten vorher eingewechselte Albert Bunjaku fasste sich auf der linken Seite ein Herz, umspielte zwei Duisburger Verteidiger und traf in der 89. Minute aus spitzem Winkel zum 2:1 für die Franken.
Nun galt es lediglich, den knappen Vorsprung für ein paar Minuten über die Zeit zu retten, doch der Nackenschlag folgte schließlich in der Nachspielzeit. Der eingewechselte Marek Mintal spielte im Mittelfeld einen katastrophalen Querpass, so dass sich Peer Kluge schließlich gegen seinen Gegenspieler nur mit einem Foul zu helfen wusste. Der fällige Freistoß wurde von den Duisburgern hoch in den Nürnberger Strafraum gegeben. Raphael Schäfer verzichtete auf ein Verlassen der eigenen Torlinie, und statt den Ball aus der Gefahrenszene zu boxen, hechtete er schließlich vergeblich einem Kopfball von Dorge Kouemaha ins lange Eck hinterher.
Der Ausgleichstreffer in der 93. Minute war die letzte Aktion des Spiels und so pfiff Schiedsrichter Manuel Graefe beim Stand von 2:2 schließlich ab.
Der Club rückte durch den Auswärtspunkt zwar auf Rang sechs der Tabelle nach oben, verpasste jedoch erneut den großen Schritt in Richtung Aufstiegsplätze.