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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 22. Spieltag
[Freitag, 27.02.09] 1.FC Nürnberg – FSV Mainz 05 0:0 (0:0)

Der Club hat es am frühen Freitag Abend verpasst, den Rückstand auf die Aufstiegsplätze der zweiten Fußball-Bundesliga auf vier Punkte zu verkürzen und kommt über ein 0:0 gegen den FSV Mainz 05 nicht hinaus. Trotz Feldüberlegenheit reichte es gegen die Rheinhessen nicht zu einem Sieg.Dabei zappelte der Ball bereits in der achten Minute das erste Mal im Netz von FSV-Torhüter Dimo Wache. Kapitän Andreas Wolf hatte aus kurzer Entfernung getroffen, doch leider lag Schiedsrichter Michael Weiner richtig, den Treffer wegen Abseitsstellung nicht zu anzuerkennen. Auf der anderen Seite musste Raphael Schäfer nur zwei Minuten später 30 Meter aus seinem Tor eilen, um gegen den heranstürmenden Srdjan Baljak zu klären. Beide Mannschaften gingen mit viel Schwung in die Partie und während der Club sich auch ohne den wegen Grippe fehlenden Peer Kluge ein Plus in Sachen Ballbesitz erarbeitete, blieben die Gäste aus Mainz durch gekonnt vorgetragene Konter stets gefährlich. Torchancen gab es auf beiden Seiten. Marek Mintal scheiterte in der 27. Minute aus nur zwölf Metern an der dicht gestaffelten Mainzer Abwehr und der enorm starke Dennis Diekmeier brachte die Lederkugel in der 30. Minute nach Juri-Judt-Schuss und Glanztat von FSV-Keeper Wache nicht im gegnerischen Gehäuse unter.
Doch auch Mainz hätte durchaus in Führung gehen können. Erneut scheiterte Srdjan Baljak, als er nach guter Flanke am langen Pfosten völlig frei an den Ball kam, die Lederkugel in der 33. Minute jedoch am Nürnberger Tor vorbeiköpfte. In der 40. Minute lag der Ball dann doch noch im Nürnberger Tornetz. Tim Hoogland hatte getroffen, doch erneut lag der Schiedsrichter mit seiner Abseitsentscheidung richtig.
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst ein wenig und obwohl die Mannschaft von Michael Oenning bemüht war, den Druck auf das Mainzer Tor zu erhöhen, fehlte es vor allem in Strafraumnähe an Durchsetzungskraft. Die erste große Torchance des zweiten Durchgangs hatte dementsprechend Mainz 05. Bereits zum dritten Mal war es Srdjan Baljak, der die Herzfrequenz bei den Clubanhängern deutlich in die Höhe schießen ließ. Der Stürmer war nach Flanke von rechts in der 59. Minute völlig allein vor Raphael Schäfer aufgetaucht, schien jedoch selbst davon überrascht, dass er nicht im Abseits stand. Anders ist es kaum zu erklären, dass der Mainzer den Ball aus zwei Metern auch im Nachschuss nicht an Club-Keeper Schäfer vorbei brachte. Der Nürnberger Keeper zeigte in dieser Situation, wie wichtig er für den Club ist, indem er Ruhe bewahrte und letztlich Schuss und Nachschuss von Baljak abwehren konnte.
Nach dieser Chance kam von den Mainzern dann jedoch nicht mehr viel nach vorne. Auch die Einwechselungen von Trainer Jörn Andersen zeigten, dass die Gäste mit dem Punkt nun zufrieden waren und fast hätten die Clubberer diese Hoffnung doch noch zunichte gemacht. In der 67. Minute scheiterte der oft zu eigensinnige Isaac Boakye jedoch mit einem versuchten Außenristschlenzer an Dimo Wache. Auch Winter-Neuzugang Albert Bunjaku hätte das Tor des Tages machen können, ja müssen. Nachdem sich Marek Mintal in der 78. Minute auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchgekämpft hatte und den Ball mustergültig in die Mitte spielte, stand Bunjaku fünf Meter vor dem Tor völlig frei, traf die Kugel jedoch nicht richtig, so dass Wache schließlich halten konnte. Neun Minuten vor dem Schluss dann doch noch der entscheidende Treffer für den Club – dachte zumindest ein Großteil der 30.047 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion. Daniel Gygax hatte völlig freistehend endlich getroffen, doch obwohl ein Clubberer normalerweise nie im Abseits steht, pfiff Schiedsrichter Weiner den Treffer zurück.
Es blieb schließlich beim 0:0 in Nürnberg, mit dem die Gäste aus Mainz sicherlich besser leben können als die Hausherren. Statt der erhofften Punkte-Verkürzung auf einen Aufstiegsplatz bleibt es weiter bei sieben Punkten Rückstand auf die zweitplatzierten Mainzer.