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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 21. Spieltag
[Sonntag, 22.02.09] 1.FC Nürnberg – SV Wehen-Wiesbaden 1:0 (0:0)

Mit Mühe und Not hat der 1. FC Nürnberg am Sonntag gegen den SV Wehen-Wiesbaden seine Pflicht erfüllt und das Heimspiel vor 27.036 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gewonnen. Nach der 2:6-Schlappe in Aachen waren die Nürnberger zwar stets um Wiedergutmachung bemüht, verkrampften jedoch in vielen Situationen und fanden bis auf wenige Ausnahmen keine Mittel, den dichten Abwehrring des Tabellenletzten zu knacken. So bot das Spiel im Max-Morlock-Stadion in der ersten Halbzeit keinerlei echte Höhepunkte. Die Gäste aus Hessen waren zunächst darum bemüht, kein Gegentor zu fangen, während sich die Mannschaft von Trainer Michael Oenning zunächst ohne große Ambitionen nach vorne den Ball zuschob, um Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen. Sicherlich ein probates Mittel nach einer Klatsche, wie es sie vor Wochenfrist in Aachen gegeben hat, doch sollte die Rückkehr der Sicherheit nicht ein ganzes Spiel auf sich warten lassen.
Wehen-Wiesbaden wirkte in seinen Aktionen sicherer, fand jedoch den entscheidenden Pass nicht, um die Nürnberger Hintermannschaft ernsthaft in Gefahr zu bringen. Einzig in der 32. Minute musste Dominik Maroh in der Not mit einer klassischen Grätsche eingreifen. Ansonsten stand die Nürnberger Abwehr um Rückkehrer Andreas Wolf gegen harmlose Wehener sicher.
Auch in der zweiten Halbzeit ließen Torraumszenen lange auf sich warten. Zu ideen- und konzeptlos agierte der Club und auch die Halbzeitansprache von Michael Oenning schien zunächst kein Gehör gefunden zu haben. Erst in der 64. Minute sorgte der eingewechselte Marcel Risse für so etwas wie Torchancen-Feeling bei den rot-schwarzen Anhängern. Der Youngster hatte sich auf der rechten Seite stark durchgesetzt und zog aus wenigen Metern in den kurzen Winkel ab. Wehen-Keeper Alexander Walke bekam gerade noch die Hände an den Ball und konnte zur Ecke klären. Doch auch im Strafraum-Gewusel der anschließenden Ecke bekamen die Nürnberger Angreifer den Ball nicht über die Linie. Und so folgte der erlösende Torschrei letztlich erst in der 69. Minute. Nach gelungenem Doppelpass zwischen Javier Pinola und Isaac Boakye landet der Ball schließlich bei Christian Eigler. Der Ex-Zweitligatorschützenkönig erzielte schließlich aus stark abseitsverdächtiger Position das goldene Tor des Tages. Denn den Clubberern gelang es auch im Anschluss an den Führungstreffer nicht, die Gäste unter Druck zu setzen und Fehler zu erzwingen. Einzig ein Pfostenschuss von Marek Mintal aus kürzester Distanz sorgte in der 76. Minute noch einmal für Aufregung.
Ansonsten galt nach 90 Minuten: Mund abwischen und drei Punkte mitnehmen. Gegen den auswärtsstarken FSV Mainz 05 bedarf es am kommenden Freitag jedoch einer gehörigen Leistungssteigerung, um mithalten zu können.