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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 19. Spieltag
[Montag, 09.02.09] 1.FC Nürnberg – 1.FC Kaiserslautern 3:0 (2:0)

Der Club hat sich am Montag Abend gegen den 1. FC Kaiserslautern mit einer souveränen Leistung ins Aufstiegsrennen zurückgemeldet und die roten Teufel mit 3:0 (2:0) besiegt. Gegen fast chancenlose Pfälzer hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können, vielleicht sogar müssen.
Begünstigt wurde die Sicherheit, mit der der Club auftrat sicherlich durch das frühe Führungstor. In der Nordkurve suchten die Leute noch fast ihren Platz im Block, als es nach vier Minuten bereits 1:0 für die Mannschaft von Michael Oenning stand. Im ersten Heimspiel des noch jungen Jahres hatte Javier Pinola auf der linken Seite den Ball auf Mike Frantz gepasst. Dessen präzise geschlagene Flanke landete vor dem Tor direkt bei Christian Eigler, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte, den Ball per Kopf im Lauterer Tor unterzubringen.
Ein Auftakt nach Maß also und es lag fast in der Natur der Sache, dass die Gäste in den nächsten Minuten auf einen schnellen Ausgleich drängten. Die umgebaute Hintermannschaft (Stefan Reinartz spielte von Anfang an in der Innenverteidigung, dafür rückte Javier Pinola auf die linke Außenbahn) des Club stand bis auf wenige Ausnahmen sicher und wenn der Ball dann doch einmal in Richtung Tor ging, stand Raphael Schäfer (10. / 14. Minute) gewohnt sicher seinen Mann.
Mit zunehmender Dauer bekamen die rot-schwarzen Franken das Spiel wieder besser in den Griff und als hätten die Männer von Trainer Oenning nie Probleme mit dem Tore schießen gehabt, wurden sie schon mit der nächsten Chance erneut prompt belohnt. Isaac Boakye hatte auf der linken Seite seinen Körper geschickt eingesetzt und sich gleich gegen zwei Lauterer durchgesetzt. Ein kurzer Ball zu Mike Frantz und der Ex-Saarbrücker vollendete in der 23. Minute aus kurzer Distanz zum 2:0.
Nur vier Minuten später gab es erneut Aufregung. Christian Eigler war in der 27. Minute steil geschickt worden und machte sich allein mit dem Ball in Richtung FCK-Tor auf. Abwehrspieler Manuel Hornig folgte zwar so gut es ging, wusste sich letztlich jedoch nicht anders zu helfen, als Christian Eigler von den Beinen zu holen. Die Konsequenz: Schiedsrichter Marc Seeman zeigte auf den Elfmeterpunkt und schickte Hornig mit roter Karte vom Platz.
Den fälligen Strafstoß schoß Javier Pinola, scheiterte jedoch an FCK-Keeper Luis Robles und so mussten die Clubfans noch ein wenig auf die endgültige Entscheidung warten.
Chancen im Minutentakt gaben jedoch durchaus Anlass zur Hoffnung. So vergab Marek Mintal gleich drei Großchancen in der 31., 35. und 36. Minute und auch Isaac Boakye wollte da in Nichts nachstehen und vergab in der 40. und in 41. Minute jeweils nur knapp.
Die Führung der Clubberer hätte zur Halbzeit also bereits deutlich höher sein können und müssen und so erwarteten nicht wenige Clubfans nach dem Pausentee eine stürmische Gastmannschaft, die noch einmal alles nach vorne werfen würde, um möglichst zeitig zum Anschlusstreffer zu kommen und die Partie somit wieder offener gestalten zu können.
Es kam indes anders als erwartet. Die Gäste zeigten sich in Unterzahl harmlos und ohne Biss nach vorne. Und so blieb unrühmlicher Höhepunkt nach dem Seitenwechsel zunächst die Verletzung von Mike Frantz in der 47. Minute. Gästekeeper Robles war weit aus seinem Kasten gestürmt und erwischte den FCN-Youngster bei seinem Abwehrversuch am Fuß. Frantz musste mit einer starken Prellung ausgewechselt werden, für ihn kam Juri Judt.
Mit zunehmend schlechter werdendem Wetter verflachte auch die Partie im Max-Morlock-Stadion zusehends. Der Club ließ Ball und Gegner laufen, verzichtete jedoch auf den letzten Zug zum Tor und wartete geduldig auf die Chance zu einem weiteren Treffer.
Vorher holte sich Javier Pinola jedoch noch die gelbe Karte von Schiedsrichter Seemann ab und da es seine fünfte gelbe Karte in dieser Saison ist, muss der Argentinier in Aachen zusehen.
In der 76. Minute brandete dann endlich der endgültig befreiende Jubel im Max-Morlock-Stadion auf. Peer Kluge, der erneut einen fast unglaublichen Aktionsradius hatte, bediente aus der Mitte Marek Mintal auf der rechten Seite. Der Slowake zog aus halbrechter Position einfach mal ab und traf unhaltbar ins lange Lauterer-Toreck.
Der Rest war Jubel im Schneesturm und mit dem Sieg verbesserte sich der Club auf Rang fünf in der Tabelle und hat den Anschluss nach oben nun geschafft. Jetzt heißt es, nächste Woche in Aachen beim Tabellennachbarn nachzulegen.
„Auswärts haben wir erst einmal gewonnen. Dass muss sich in Aachen ändern. Erst dann können wir von einem richtigen Ausrufezeichen reden, dass wir gesetzt haben“, meinte nach dem Spiel dann auch Sportdirekter Martin Bader treffend.