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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 12. Spieltag
[Freitag, 07.11.08] 1.FC Nürnberg – FSV Frankfurt 0:0 (0:0)

Der 1.FC Nürnberg hat den vorläufigen Saison-Tiefpunkt erreicht und kam am Freitag-Abend nicht über ein torloses Remis gegen Tabellenschlußlicht FSV Frankfurt hinaus. Leidenschaftsloses Gekicke im Max-Morlock-Stadion ließ den über 37.000 Zuschauern die Zornesröte ins Gesicht steigen.
Dem Ergebnis entsprechend gibt es über den Grottenkick im Frankenstadion nicht viel zu berichten. Der Club brauchte bis zur 20. Minute ehe er erstmals gefährlich vor das Gehäuse kam. Nach einem Zufallspass aus dem Mittelfeld startete Angelos Charisteas plötzlich allein auf das Frankfurter Tor zu, umspielte Torhüter Patric Klandt und brachte den Ball tatsächlich im Netz unter. Dumm nur, das der Grieche aus dem Abseits gestartet war und Schiedsrichter Holger Henschel den Treffer somit nicht anerkennen konnte.
Nur zwei Minuten später stand der Grieche erneut im Mittelpunkt, als er den Ball aus drei Metern Entfernung aus spitzem Winkel ans Frankfurter Außennetz hämmerte. Weitere Clubchancen in der ersten Halbzeit: Fehlanzeige. Dafür wäre der Tabellenletzte aus Hessen in der 39. Minute fast in Führung gegangen. Raphael Schäfer hatte einen ersten Schuss von Sead Mahic noch abwehren können. Der Fankfurter kam jedoch noch einmal an den Ball und so musste Javier Pinola auf der Linie für seinen geschlagenen Torhüter retten.
Mit einem gellenden Pfeiffkonzert von den Rängen ging der Club in die Halbzeit, um im zweiten Durchgang nahtlos mit dem lustlosen Gurkenkick fortzufahren. In der 49. Minute leistete José Goncalves seiner Mannschaft einen Bärendienst und legte sich nach einem Foul an Javier Pinola mit dem Schiedsrichter an. Der Portugiese bekam seine Nerven auch nach einer gelben Karte nicht in den Griff, giftete weiter in Richtung Holger Henschel und wurde letztlich folgerichtig vom Platz gestellt. Dadurch war Trainer Michael Oenning gezwungen zu reagieren. Er nahm dem ermeut wirkungslosen Isaac Boakye vom Feld und brachte mit Dominik Maroh einen Verteidiger für einen Stürmer. Maroh spielt normalerweise bei den Amateuren und gab sein Profidebüt.
Mit zehn Mann fiel dem Club zunächst viel ein. Die Mannschaft wirkte weiter überfordert und ließ erst in den letzten Minuten der Partie doch noch so etwas wie Siegeswillen erkennen. So kamen Peer Kluge und Christian Eigler in den Schlussminuten noch zu Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Eigler hatte in der 85. Minute großes Pech, als sein Schuss aus kurzer Distanz an den Pfosten ging. Es blieb somit letztlich beim torlosen Unentschieden und für den Club wird es nun langsam Zeit, die Saisonziele zu korrigieren.