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Zweite Fußball-Bundesliga 2008/2009, 8. Spieltag
[Freitag, 17.10.08] 1.FC Nürnberg – SC Freiburg 2:0 (0:0)

Wenn man – wie der Club – durch die Saison gurkt, ist es irgendwann nicht mehr schwer, das beste Spiel der Saison abzuliefern. Doch im Heimspiel gegen den SC Freiburg waren es gleich mehrere Faktoren, die zumindest ansatzweise überzeugt haben und den gemeinen Clubfan hoffen lassen, dass das Freitagabendspiel der erste Schritt in eine andere Richtung gewesen ist.
Die Mannschaft von Trainer Michael Oenning war von Anfang an bemüht, das Heft des Handelns gegen die Breisgauer in die Hand zu nehmen und erarbeitete sich bereits nach fünf Minuten durch Marek Mintal (Fussballgott) eine erste vielversprechende Torchance.
Der Club machte Druck und verzichtete endlich auf ineffiziente Schönspielerei, sondern nahm den Kampf an. Es wurde gegrätscht und gearbeitet und Freiburg musste früh erkennen, wer an diesem Abend die drei Punkte unbedingt wollte. Insgesamt fünfundzwanzig Fouls und fünf gelbe Karten in der ersten Halbzeit sind ein klares Indiz dafür, dass sich im Max-Morlock-Stadion zwei Mannschaften gegenüberstanden, die sich nichts schenkten.
Der Club kam vor dem Pausentee noch zu drei weiteren Möglichkeiten. Erneut Marek Mintal (23. Minute), Daniel Gygax (33.) und Peer Kluge kurz vor der Halbzeit, konnten ihre Chancen zur Club-Führung jedoch nicht nutzen.
Doch auch der SC Freiburg zeigte durchaus, dass er nicht durch Glück am nördlichen Ende der Tabelle steht, konnte zwei gute Möglichkeiten zur Führung jedoch ebenfalls nicht nutzen.
So ging es torlos in die Kabinen – für Clubfans ein ungewohntes Gefühl, hatte der Club doch das erste Mal seit dem Auftaktspiel gegen Augsburg in der ersten Halbzeit kein Gegentor kassiert.
Nach dem Seitenwechsel machten beide Teams da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten und es entwickelte sich ein kampfbetontes, doch streckenweise sehr gutes Zweitligaspiel. Pech für Daniel Gygax in dieser Phase: Der Schweizer musste in der 51. Minute verletzt ausgewechselt werden und fällt aufgrund eines Muskelfaserrißes im Oberschenkel für mindestens vier Wochen aus.
Für Gygax kam Ioannis Masmanidis in die Partie, der sich gleich gut einführte. Mit einem Freistoß setzte er in der 54. Minute Peter Perchtold gut in Szene (siehe Bild). Der Youngster setzte den Ball jedoch nur ans Außennetz vom Freiburger Tor.
Die kollektive Erleichterung für die Mehrzahl der 31.251 Zuschauer folgte dann in der 61. Minute. Nach guter Vorarbeit von Marek Mintal kam der Ball zu Christian Eigler, der die Lederkugel mit dem Kopf an den langen Pfosten verlängerte. Dort stand Peer Kluge mutterseelenallein und hatte wenig Mühe, die Führung für den Club zu erzielen.
Es folgte – den Gesetzen des Fussballs folgend – eine kurze Druckphase des SC Freiburg. Die Breisgauer vergaben ihre Chancen jedoch oder scheiterten an einem erneut gut aufgelegten Raphael Schäfer.
In der 82. Minute dann die endgültige Befreiung von allen Unsicherheiten und Ängsten. Masmanidis spielte einen exzellenten Steilpass auf Marek Mintal. Der Slowake behielt in alter Torphantommanier die Nerven und schob ins lange Eck zum 2:0 ein.
Der Rest war freudig-besoffene Glückseligkeit im Max-Morlock-Stadion. Der zweite Saisonsieg wurde gebührend gefeiert und wo man hinhörte, freuten sich die Fans nun auf eine Bestätigung der Trendwende am nächsten Wochenende in Koblenz.