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Zweite Fußball-Bundesliga, 7. Spieltag
[Sonntag, 05.10.08] Rot-Weiß Ahlen – 1.FC Nürnberg 1:1 (1:1)

Auch nach dem Spiel bei Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen wartet der Club weiterhin auf den zweiten Saisonsieg. Erneut reichte eine durchschnittliche Partie des Gegners, um den 1. FCN in Schach zu halten. Dabei begann der Club im Gegensatz zu den Pleiten der Vorwochen durchaus engagiert. Die Mannschaft von Michael Oenning war trotz aller Verunsicherung von Anfang an bemüht, das Heft des Spiels in die Hand zu nehmen und erspielte sich die ersten Torchancen des Spiels.Schon in der achten Minute hätte es im Kasten der Ahlener klingeln können. Einen gut geschossenen Freistoß von Marco Engelhardt aus 35 Metern konnte Ahlens Keeper Manuel Lenz mit der Faust über die Latte lenken. In der 16. Minute verwandelte Marek Mintal einen guten Pass sogar zum vermeintlichen Führungstreffer. Schiedsrichter Gagelmann hatte jedoch irgendwo im Angriff der Clubberer ein Stürmerfoul gesehen und pfiff den Treffer zurück.
Entgegen aller anderer Enttäuschungen der noch jungen Saison, schaffte es der Club dann doch noch, in Ahlen das erste Mal in dieser Spielzeit auswärts in Führung zu gehen. Daniel Gygax hatte in der 26. Minute aus halblinker Position einen Freistoß vor das Tor der Ahlener gegeben. Peter Perchtold konnte die Hereingabe per Kopf zum 1:0 für den Club verwandeln. Nach langer Zeit endlich mal wieder eine Führung für den Club.
Unverständlicherweise hörten die Franken nach dem Führungstreffer plötzlich auf, Fußball zu spielen. Als wolle man die Führung beteits zu dem frühen Zeitpunkt über die Zeit bringen, igelte sich Michael Oennings Team in der eigenen Spielhälfte ein und wartete eigentlich nur noch auf den Gegentreffer. Dieser fiel dann verdient für Rot-Weiß Ahlen in der 34. Minute. Youngster Marco Reus schloß nach Traumpass von Kevin Großkreutz zum Ausgleich ab.
Nach dem Seitenwechsel waren es vor allem die Westfalen, die wesentlich frischer aus den Kabinen kamen, als der ehemalige direkte Wiederaufstiegskandidat. Erneut musste Raphael Schäfer mehrmals jedes letzte Körnchen seiner Fähigkeiten abrufen, um den Club im Spiel zu halten. Torschütze Marco Reus taucht zwei Mal völlig frei vor Schäfer auf, konnte seine Chance jedoch ebenso wenig in Zählbares verwandeln wie Teamkollege Lars Toborg.
Beim Club liefen in der zweiten Hälfte nur noch wenige Fäden zusammen und so zeigte sich Club-Trainer Michael Oenning nach dem Spiel zufriedener als der Großteil der mitgereisten Clubfans. Oenning, der auch nach dem sechsten Spiel als Chefcoach noch auf den ersten Sieg wartet, sagte nach dem Match: „Mit dem 1:1 kann ich persönlich gut leben. Die Mannschaft war noch stark verunsichert. Aber das Unentschieden wird uns helfen, Sicherheit zu gewinnen.“