Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Zweite Fußball-Bundesliga, 5. Spieltag
[Freitag, 19.09.08] FSV Mainz 05 – 1.FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Der Club aus Nürnberg bleibt auch im fünften Spiel der Saison alle gemachten Versprechen schuldig und kassiert in Mainz eine hochverdiente Niederlage. Gegen keinesfalls starke Mainzer fehlte es beim Team von Michael Oenning fast an allem – an Einsatzwillen, Ideen, Kreativität und Kampfeskraft. Den vom Ex-Clubberer Jörn Andersen trainierten Mainzern genügten zwei gute Möglichkeiten, um den Club zu besiegen.
Mit welchen Vorsätzen die Mannschaft aus Franken ins Spiel gegangen ist, lässt sich im Nachhinein nur schwer ergründen. Denn bereits nach fünf Minuten waren sämtliche guten Pläne über den Haufen geworfen. Srdjan Baljak brachte eine Ecke von der rechten Seite auf den kurzen Pfosten. Niko Bungert nutzte die allgemeine Schläfrigkeit in der Nürnberger Hintermannschaft und brachte den FSV Mainz per Kopf früh in Führung.
Was folgte, war ein Fußballspiel, das den Namen nur schwerlich verdiente. Mainz igelte sich in der eigenen Hälfte ein und dem Club fehlte jede Idee, wie er gefährlich vor das Gehäuse von FSV-Keeper Dimo Wache kommen sollte. Zwar hatten die Nürnberger in der ersten Halbzeit 63% Ballbesitz, doch eine wirklich gefährliche Torchance kam bei den Bemühungen nicht heraus.
Und auch die zweite Halbzeit brachte diesbezüglich nicht viel Neues. Der Club kam zwar mit Vollgas aus der Kabine und erspielte sich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit eine deutliche Feldüberlegenheit. Die Chancen indes, die sich nun boten, wurden oft kläglich vergeben.
In der 47. Minute hatte Marco Engelhardt von der linken Seite geflankt. Angelos Charisteas kam jedoch nicht richig an die Lederkugel und setzte seinen Kopfball neben das Tor. Einen Freistoß von Marek Mintal aus halblinker Position in der 58. Minute konnte Dimo Wache problemlos über die Querlatte lenken. Auch in der 71. Minute war es wieder Marek Mintal. Sein beherzter Schuss aus 17 Metern flog jedoch mindestens ebenso weit über die Latte. In der 83. Minute versuchte es Dominik Reinhardt noch einmal mit einem Distanzschuss. Der Versuch strich jedoch knapp am linken Mainzer Torpfosten vorbei.
Mit zunehmender Dauer der Partie liessen beim Club schließlich die Kräfte nach und wer am Ende noch einmal auf eine wütende Schlussoffensive gehofft hatte, wurde schwer enttäuscht. Denn statt einer Nürnberger Schlussoffensive, sahen die 22.000 Zuschauer im Mainzer Stadion am Bruchweg eine plötzlich mutiger werdende Mainzer Mannschaft. Die Effektivität der Männer von Jörn Andersen war letztlich ausschlaggebend und wurde belohnt.
Der eingewechselte Felix Borja hatte in der 89. Minute aus kürzester Distanz keine Mühe, die Flanke von Milorad Pekovic zum 2:0 zu verwerten. Für Raphael Schäfer, dem einzigen Clubspieler, der an diesem frühen Freitagabend Normalform zeigte, gab es keine Abwehrmöglichkeit und somit war die Entscheidung in Mainz gefallen.
Der Club verliert sein zweites Spiel in der Saison und muss sich mit mageren fünf Punkten Ausbeute in der Tabelle nun zunächst nach unten orientieren. Bei ungünstigem Verlauf der Spiele am Sonntag und Montag kann die Mannschaft von Michael Oenning an diesem Spieltag noch bis auf Rang siebzehn der Tabelle abrutschen. Doch nicht erst mit diesem möglichen Tabellenplatz ist der Club momentan vom direkten Wiederaufstieg so weit entfernt, wie Arminia Bielefeld vom Gewinn der Champions League.