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Fußball-Bundesliga 2007/2008, 32. Spieltag
[Mittwoch, 07.05.2008 – 20.00 Uhr] 1.FC Nürnberg – MSV Duisburg 2:0 (2:0)

1:0 (9.) Angelos Charisteas
2:0 (32.) Javier Pinola

Der Club lebt noch. Durch eine vor allem in der ersten Halbzeit hervorragende Leistung gewinnen die Franken hochverdient mit 2:0 gegen den MSV Duisburg und feiern endlich den ersten Heimsieg gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Trainer Thomas von Heesen hatte seine Mannschaft gegenüber dem Dortmund-Spiel auf zwei Positionen geändert. Zvjezdan Misimovic und Angelos Charisteas rückten für Robert Vittek und Ivan Saenko in die Startelf und machten von Anfang an ordentlich Dampf in Richtung Duisburg-Tor.
Schon in der neunten Minute wurde dies auch belohnt. Marek Mintal, der damit unter von Heesen erstmals zusammen mit Misimovic in der Startelf stand, hatte auf der rechten Seite eingeworfen. Misimovic passte den Ball weiter zu Charisteas und der Grieche setzte sich im Strafraum gleich gegen drei Duisburger Abwehrspieler durch. Der Europameister wollte das Tor machen und wurde belohnt. Sein Schlenzer ins lange Eck war für Torhüter Tom Starke unhaltbar und 45.000 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion bejubelten den Treffer. Nur fünf Minuten später die nächste Chance. Mintal hatte aus der zweiten Reihe einfach mal abgezogen und MSV-Keeper Starke hatte Schwierigkeiten, den Flatterball festzuhalten. Charisteas setzte nach, konnte die Lederkugel jedoch trotzdem nicht ganz erreichen. Drei Minuten später brannte es schon wieder im Gäste-Strafraum. Zuerst Charisteas, dann Jan Koller und schließlich Misimovic scheiterten jedoch beim Versuch, auf 2:0 zu erhöhen. Der bereits am Boden liegende Starke behielt die Übersicht und vor allem die Nerven, um sich den Ball aus dem Gewühl um ihn herum zu fischen und schließlich abzuwehren.
Der Club dominierte seinen Gegner in dieser Phase des Spiels nach Belieben. Bis zum 2:0 kam Duisburg zu keiner einzigen echten Torchance. Das zweite Clubtor fiel in der 32. Minute. Mit sechs Stationen hatte der Club die Duisburger Hälfte überspielt und Javier Pinola schloss den mustergültigen Angriff mit einem Schuss ab, in den er jede Aggression über den bisherigen Saisonverlauf legte. Der Ball schlug unhaltbar im rechten Eck ein und bedeutete das erste Saisontor für den Argentinier.
Chancen von Koller mit dem Kopf in der 35. Minute und Marco Engelhardt mit einem Schuss in der 36. Minute rundeten eine überzeugende erste Halbzeit in Nürnberg ab. Dennoch war die Erinnerung an das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld noch zu frisch, um unbeschwert in die zweiten 45 Minuten zu gehen. Und nach einer ersten Möglichkeit von Misimovic in der 53. Minute, schienen sich die schlimmen Vorahnungen tatsächlich bewahrheiten zu wollen. Fernando Avalos in der 55. Minute und Klemen Lavric nur drei Minuten später kamen in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Daniel Klewer war jedoch stets auf dem Posten und verhinderte Schlimmeres. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Duisburger dann zusehends schwächer. Die Mannschaft von Rudi Bommer verlor mehr und mehr an Selbstbewusstsein und ließ letztlich jedes Aufbäumen vermissen.
Der Club spielte die Führung endlich einmal clever runter und kam im Rest der zweiten Halbzeit nicht ein einziges Mal mehr in Bedrängnis. Schiedsrichter Gagelmann aus Bremen pfiff die Partie letztlich pünktlich nach 90 Minuten ab.
Nach 32 Spieltagen stehen die Nürnberger mit 31 Punkten nun auf Rang sechszehn. Der Rückstand zum rettenden Ufer Arminia Bielefeld beträgt noch einen Punkt, da die Bielefelder zeitgleich bei Bayern München verloren haben. Die letzten beide Clubspiele (in Berlin bei Hertha BSC – der Schande von der Spree) und zu Hause gegen den FC Schalke 04 entscheiden. Dank des Sieges gegen Duisburg ist noch immer alles möglich.