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Fußball-Bundesliga 2007/2008, 29. Spieltag
[Mittwoch, 16.04.2008 – 20.00 Uhr] VfB Stuttgart – 1.FC Nürnberg 3:0 (3:0)

1:0 (4.) Cacau
2:0 (13.) Antonio da Silva
3:0 (32.) Fernando Meira

Mit einer in allen Belangen katastrophalen Leistung hat der Club am Mittwoch-Abend beim VfB Stuttgart mit 0:3 verloren. Mit dem Armutszeugnis einer vor allem für den Abstiegskampf beschämenden Vorstellung rangieren die Franken weiterhin und nunmehr verdientermaßen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt fünf Punkte, wenn auch mit einem Spiel weniger als die Konkurrenten.
Mit einer kleinen Serie von drei ungeschlagenen Spielen war der Club nach Stuttgart gereist und hätte dementsprechend mit jeder Menge Selbstbewusstsein auftreten können. Statt dessen rieben sich die Clubfans die Augen und sahen einen Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. Vor allem die Hintermannschaft um die beiden zuletzt so starken Andreas Wolf und Jacques Arbadonado war teilweise ein einziger Hühnerhaufen.
Die Katastrophe begann bereits nach drei Minuten. Javier Pinola köpfte den Ball völlig unbedrängt ins Abwehrniemandsland. Cacau konnte sich die Lederkugel ersprinten, umkurvte Jaromir Blazek und hatte im Abschluss schließlich noch Glück, dass ihm der Ball von Blazeks Faust ans Schienbein sprang und von dort zur frühen VfB-Führung ins Clubtor.
Der FCN bäumte sich zunächst noch halbherzig auf. Es war ja noch nichts verloren. Zvjezdan Misimovic brachte eine Ecke von rechts, in der Mitte kam Robert Vittek zwar frei zum Kopfball, verfehlte das Tor jedoch um wenige Zentimeter.
Nach dieser Chance spielte dann jedoch nur noch eine Mannschaft wirklich Fußball: Der VfB Stuttgart. Und wieder war es eine verunglückte Kopfballabwehr, – dieses Mal von Marco Engelhardt – die Cacau zur nächsten Großchance einlud. Der Ex-Clubberer nahm die Vorlage volley und zwang Jaromir Blazek in der 11. Minute zu einer Glanzparade.
Zwei Minuten später konterte Stuttgart im eigenen Stadion. Raphael Schäfer warf zu Roberto Hilbert ab, der den Ball zu Arthur Boka weiter passte. Boka ließ Jan Kristiansen auf der linken Seite einfach stehen und spielte zu Cacau, der seinerseits zu Antonio da Silva weiterleitete. Der Brasilianer schob in der 13. Minute zum 2:0 für den VfB Stuttgart ein. Ganze fünf Stationen hatte der noch amtierende deutsche Meister für den Treffer benötigt.
Ganz anders der Club. Die Mannschaft von Thomas von Heesen spielte umständlich und ängstlich und statt auf ein eigenes Tor zu drängen, zog man sich in die eigene Hälfte zurück. Thomas Galasek in der 17. Minute und Misimovic in der 29. Minute hatten zwar noch so etwas wie Chancen, doch wie man aus Gelegenheiten Tore macht, zeigte in der 31. Minute erneut der VfB.
Nach einer Ecke von da Silva, konnte Fernando Meira völlig freistehend zum 3:0 Pausenstand einköpfen.
Doch auch nach der Hälfte waren zwingende Aktionen beim Club absolute Mangelware. Wirklich gefährlich wurde es auch weiterhin nur vor dem Tor der Clubberer. In der 52. Minute brachte Andreas Wolf seinen Keeper mit einem Rückpass in Bedrängnis. Wieder kam Cacau an den Ball, konnte aus spitzem Winkel jedoch nicht verwerten, weil Wolf inzwischen auf der Torlinie stand und klärte.
Nur eine Minute später zeigte Blazek dann seine Klasse, als er einen Freistoß von Pavel Pardo in höchster Not abwehrte.
In der 57. Minute musste Blazek dann ausgewechselt werden. Der Tscheche zog sich einen Muskelfaserriss in der Bauchdecke zu und wird für zwei bis drei Wochen pausieren müssen.
Ersatzkeeper Daniel Klewer musste sein Können in den letzten dreißig Minuten jedoch nur noch selten zeigen. Die Stuttgarter hatten zwei bis drei Gänge zurück geschaltet und gaben sich mit der deutlichen Führung zufrieden.
Vom Club kam auch nichts mehr und so müssen nun in den nächsten beiden Heimpartien gegen Wolfsburg und Bielefeld unbedingt zwei Siege her. Da hilft dann allerdings nur eine deutliche Leistungssteigerung.