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UEFA-Pokal 2007/2008, 1. Hauptrunde (Rückspiel)
[Donnerstag, 04.10.2007 – 16.00 Uhr] Rapid Bukarest – 1.FC Nürnberg 2:2 (1:1)

1:0 (15.) Cesinha
1:1 (22.) Peer Kluge
1:2 (55.) Zvjezdan Misimovic
2:2 (90.) Costin Lazar

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte ist der 1.FC Nürnberg in die Gruppenphase des UEFA-Pokals eingezogen. Dies ist, so weit, so gut auch kein Wunder, denn schließlich ist es das erste Mal, dass der Club am UEFA-Cup teilnimmt, seit es diese Gruppenphase gibt, doch die Art und Weise, wie die Clubberer die schwere Aufgabe in Bukarest lösten, grenzt schon ein wenig an ein solches. Das 2:2, der in Pokalfinale-Weiß spielenden Rot-Schwarzen in Bukarest, ist nicht nur in finanzieller Hinsicht der größte Unentschieden-Sieg in der Vereinsgeschichte.
Dabei legten die heimstarken Bukaresti wie befürchtet los, dass einem Angst und Bange um das ersatz- und einsatzgeschwächte Team von Hans Meyer werden musste. Ein Angriff nach dem Anderen rollte in der Anfangsphase in Richtung Jaromir Blazek und während Rapid spielte, reagierte der Club lediglich und schien von Anfang nur auf Schadensbegrenzung aus. Der in der Anfangsphase bärenstarke Cesinha hatte in der zwölften Minute dann die erste Großchance für die Rumänen. Auf der linken Seite hatte sich der Brasilianer gegen Andreas Wolf durchgesetzt und aus spitzem Winkel abgezogen. Jaromir Blazek bekam die Finger jedoch noch an den Ball und konnte zur Ecke klären.
Nur drei Minuten später war es dann trotzdem geschehen. Erneut kam eine Ecke von rechts, in der Mitte lässt Cesinha seinen Bewacher Jan Kristiansen stehen und köpft unbedrängt zum 1:0 ein. Nur weitere drei Minuten später die nächste Großchance für Rapid Bukarest. Marius Maldarasanu scheiterte jedoch mit seinem Distanzschuß. In der 19. Minute dann endlich die erste Chance für den Club. Zvjezdan Misimovic setzte seinen Kopfball nach Flanke von Thomas Galasek jedoch knapp neben das Tor. Besser machte es dann jedoch der erneut bärenstark aufspielende Peer Kluge. Der Ex-Gladbacher nutzte einen Stellungsfehler in der rumänischen Hintermannschaft und verwertete eine präzise Hereingabe von Galasek in der 22. Minute zum 1:1-Ausgleich.
Rapid war zunächst geschockt und es schien, als hätten die Rumänen mit allem gerechnet, jedoch nicht damit, dass der Club auswärts ein Tor schießen würde. Die Franken bekamen das Spiel dementsprechend nun besser in den Griff und ließen vor der Pause nur noch eine einzige Chance zu. Pierre Boya zog in der 44. Minute aus kurzer Distanz ab, doch „Katze“ Blazek konnte mit dem Fuß abwehren. Nach der Pause begann Rapid ähnlich stürmisch wie zu Beginn des Spiels. Die drei Möglichkeiten in der 47., 48. und 52. Minute konnten sie jedoch nicht nutzen und so kam es, wie es im Fussball oft kommt: Das Tor fiel auf der anderen Seite. Misimovic nahm sich im Mittelfeld ein Herz, trieb den Ball nach vorne und schloß in der 55. Minute mit einem sehenswerten und unhaltbaren Schlenzer ab. Die Rumänen reagierten auf den Rückstand zunächst mit fast wütenden Angriffen in Richtung Club-Tor. Doch sowohl Boya (57.) als auch Cesinha (66.) scheiterten mit ihren Hochkarätern.
Umso länger das Spiel nun dauerte und umso öfter Jaromir Blazek den Ball mit seinen Reflexen unschädlich machte, desto mehr ließen die Rapid-Spieler die Köpfe hängen. Vor allem in der Schlussphase entsprangen Chance für Bukarest eher dem Zufall – wie in der 84. Minute die flankenähnliche Hereingabe von Costin Lazar. Da fiel es dann auch nicht mehr ins Gewicht, dass eben dieser Costin Lazar in der dritten Minute der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich erzielte. Andreas Wolf war mit den Gedanken wohl schon in der Gruppenphase – Schwamm drüber. Nachdem Hertha BSC (die Schande von der Spree) und der Hamburger SV vor zwei Jahren noch an Rapid Bukarest gescheitert waren, ist es dem FCN nun als erstem deutschen Club gelungen, sich gegen die Rumänen durchzusetzen.
Rapids italienischer Trainer Cristiano Bergodi nahm nach dem Ausscheiden übrigens seinen Hut. Beim Club darf man sich nun auf die Auslosung der Gruppenphase freuen, die am kommenden Dienstag in Nyon in der Schweiz stattfindet.

Galerie

Ab in die Gruppenphase

Dass es im Frankenstüble genauso schön sein kann wie im Stadion, zeigte sich beim Rückspiel der ersten Runde im UEFA-Cup. Das war eine Feier. Und der arme Willi saß in der Ukraine und hat den SMS nicht geglaubt, die er bekommen hat. Danach sind wir dann noch alle zum Albert und wollten sehen, wie die Bauern in der ersten Runde rausfliegen. Hat aber leider nicht geklappt…